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Petition zur Gräfenbergbahn erreicht 5000 Unterschriften

Es gibt breite Unterstützung für Erneuerung der maroden Strecke - 17.01.2019 13:01 Uhr

Die Initiatoren der Petition fodern die Generalsanierung, Elektrifizierung und den Ausbau der Gräfenbergbahn. © Rolf Riedel


„Ein hartes Quorum gibt es zwar nicht, weil auch von Einzelpersonen Petitionen an den Landtag gestellt werden können“, betont der Initiator, der Gräfenberger Stadtrat und Kreisrat Matthias Striebich (Grüne). „Aber die Zahl von 5000 Unterschriften gibt unseren Forderungen nach Generalsanierung, Elektrifizierung und Ausbau der Gräfenbergbahn doch erheblichen Rückenwind,“ so Striebich.

Jede zusätzliche Unterschrift sei eine willkommene Unterstützung für die Verbesserung der Gräfenbergbahn, sagt der Grünen-Politiker. Ein „gewisser Puffer“ über der Marke von 5000 sei wünschenswert. Im Moment sind rund 5100 Unterschriften erreicht.

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Mitte Februar sollen die Unterschriften dann im Landtag übergeben werden. Die Petition richtet sich an den Landtag, da der Freistaat Bayern der Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr ist und auf den Ausbau der Einfluss nehmen kann. Zum Beispiel durch Länderprogramme zum Ausbau der Schieneninfrastruktur oder über den Bundesrat.

"Jede zusätzliche Unterschrift ist eine willkommene Unterstützung für die Verbesserung der Gräfenbergbahn", sagt Matthias Striebich. © Striebich


In den letzten Wochen verkehrt die Gräfenberg-Bahn wieder deutlich pünktlicher. Aus Sicht der Initiatoren der Petition hat sich die Debatte damit jedoch nicht erledigt – weil eine Generalsanierung notwendig sei und „nicht nur das Flicken von akuten Schadstellen“, so Striebich in einer Mitteilung.

An dem von der DB vorgestellten Fünf-Punkte-Plan kritisiert er, dass dieser in entscheidenden Punkten „völlig vage“ sei. „Bei der vierten Stufe, welche die dringend erforderliche Erneuerung der störanfälligen Stellwerkstechnik enthält, wird angekündigt, dass diese ‚frühestens in fünf Jahren‘ kommen soll und die ‚Finanzierung nicht gesichert‘ sei.“ Genau das wäre auch schon vor Jahren gesagt worden, meint Striebich – „und das bedeutet letztlich am St. Nimmerleinstag. Das ist eine Verhöhnung der Fahrgäste!“, ärgert er sich.

Mittelfristig fordern die Initiatoren den Ausbau der Gräfenbergbahn zu einem attraktiven, leistungsfähigen Nahverkehrssystem – nach dem Vorbild der Schönbuchbahn von Böblingen nach Dettenhausen, die mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg ausgebaut und elektrifiziert wird.

Die Sammlung der Unterschriften läuft bis zum 23. Januar weiter. Bis dahin kann die Petition online unter www.openpetition.de/graefenbergbahn2018 unterzeichnet werden. 

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