Besserer Takt, bessere Haltstellen

Petition zur Wiesenttal-Bahn: Auch die Stadt Forchheim macht mit

Datum: 20.12.2019, Abrechnung: Pauschale Motiv: Philipp Rothenbacher, Portrait, Porträt, Mitarbeiterportrait, NN-Redakteur, Verlag Nürnberger Presse, VNP
Philipp Peter Rothenbacher

Nordbayerische Nachrichten Forchheim-Ebermannstadt

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9.12.2021, 16:00 Uhr
Die Bahnstrecke zwischen Forchheim und Ebermannstadt: Mit einer Petition an den Landtag sollen unter anderem Taktung und Anbindung verbessert werden. 

Die Bahnstrecke zwischen Forchheim und Ebermannstadt: Mit einer Petition an den Landtag sollen unter anderem Taktung und Anbindung verbessert werden.  © Stefan Hippel

Einstimmig votierten die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses des Stadtrats nun für eine Teilnahme an der Petition. "Ich werbe eindringlich dafür", so OB Uwe Kirschstein (SPD), denn eine attraktive Wiesenttal-Bahn sei auch für die Stadt Forchheim als Oberzentrum von Vorteil.

Seine Stellvertreterin Annette Prechtel (FGL) unterstrich das nochmal: Nicht nur für den Klimaschutz sei es wichtig, ein besseres ÖPNV-Angebot zu schaffen, auch eine "optimale Vernetzung" der Wiesenttal-Bahn mit den angeschlossenen Bussen führe zu mehr Mobilität, wovon nicht nur Landkreisbewohner, sondern auch (Tages-)Touristen profitierten.

Die Petition strebt unter anderem eine möglichst kurzfristige Einführung eines 30-Minuten-Takts auf der Wiesenttal-Bahn an, täglich von 6 bis 20 Uhr (und eines Stundentakts von 5 bis 24 Uhr). Außerdem eine attraktive Gestaltung der Haltepunkte – insbesondere mit Überdachung, Sitzgelegenheiten, Fahrgastinfo-Tafeln und auch Parkplätzen. Zudem setzten sich die Initiatoren mittelfristig für eine Verlängerung der Strecke bis nach Gasseldorf ein.

Im Gremium gab es grundsätzliche Zustimmung dafür – mit vereinzelter Kritik: Seine "volle Unterstützung" habe die Petition, meinte etwa FBF-Rat Manfred Mauser (Mitglied der CSU-Fraktion). "Aber", so Mauser, "ich möchte nicht, dass dadurch die Planungen für die Ostspange vom Tisch fallen". Dem entgegnete Steffen Müller-Eichtmayer (FGL), dass es durchaus sein Wunsch sei, dass eine verbesserte Wiesenttal-Bahn eine Ostspange "gar nicht mehr erforderlich" mache.

Kirschstein merkte an, dass es hier und heute nicht um die Ostspange gehe und auch Manfred Hümmer (FW) hielt diese Debatte für "total daneben" und "viel zu verfrüht". Jetzt behandle man die Wiesenttal-Bahn und die Unterstützung der Stadt für "eine gute Sache, die auch mithelfen wird, den Stadtverkehr zu entlasten", so Hümmer.

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