Sonntag, 08.12.2019

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Pettensiedel: Wo sollen die Kinder hin?

Im Gemeinderat ging es um den Haushalt und um den Spielplatz - 14.11.2019 17:06 Uhr

Der Spielplatz in Pettensiedel ist in die Jahre gekommen: Hier ist kein Spielgerät mehr zu finden. Auch sonst haben die Kinder dort keine Möglichkeit mehr zum Spielen. © Foto: Karl Heinz Wirth


"Wir wissen nicht, wohin wir mit den Kindern zum Spielen gehen sollen", klagte Claudia Schultheiß. Nachdem nun ein Baustopp bei der Lindelberghalle veranlasst wurde, so die Mütter, müsste doch wieder ein finanzieller Spielraum vorhanden sein, um die Spielgeräte aufzustellen. "Kann man die Spielgeräte nicht aufbauen", fragten sie.

Der Hinweis, den Spielplatz in Etlaswind zu nutzen, hielten sie nicht für hilfreich, da der Rückweg in der Dämmerung nicht gut ausgeleuchtet sei. Zweiter Bürgermeister Johann Engelhard erklärte, solange der Haushalt nicht genehmigt sei, könnten die Arbeiten nicht vergeben werden.

"So schnell wie möglich"

Weiter stellt sich die Frage, so Engelhard, ob es denn sinnvoll sei, mit den Arbeiten noch vor dem Winter zu beginnen, da auch Fundamente für die Spielgeräte erforderlich seien. Natürlich, so die Meinung der Räte, sollten die Spielgeräte so schnell wie möglich aufgebaut werden, im Hinblick auf die kommende Jahreszeit sollte man bis zum Frühjahr warten und dann mit dem Aufbau beginnen.

Der Sportverein Rüsselbach beabsichtigt, im Rahmen des Sonderförderprogramms für den Sportstättenbau den A-Platz mit Brunnenwasser aus einer Beregnungsanlage zu versorgen – und so den zunehmenden Trockenperioden im Sommer zu begegnen. Die Voraussetzung ist jedoch ein Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren.

Aus diesem Grund stellte der Sportverein den Antrag an die Gemeinde, den Pachtvertrag bis zum 30. September 2050 zu verlängern, da die Wahrscheinlichkeit gering sei, dass das Gelände in absehbarer Zukunft nicht als Sportgelände genutzt werde. Die Verwaltung empfahl daher, die übliche Pachtvertragsdauer von 30 Jahren zu nutzen. Dem stimmte das Gremium einstimmig zu.

Zudem ist das Haushaltspaket festgezurrt: Kämmerin Alexandra Krupp stellte dem Gremium die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2019 vor und der Gemeinderat verabschiedete den Etat, obwohl einige Investitionen zu stemmen sein werden.

Das Haushaltspaket steht

Der Ergebnishaushalt wird mit dem Gesamtbetrag der Erträge von 10 144 860 Euro und den Aufwendungen von 101 349 686 Euro festgesetzt. Somit verbleibt ein Jahresergebnis in Höhe von 5174 Euro. Der Finanzhaushalt aus laufender Verwaltungstätigkeit weist bei den Einzahlungen 9 476 660 € und bei den Auszahlungen 9 143 686 Euro aus. Das ergibt einen Saldo in Höhe von 332 974 Euro.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergeben sich bei den Einzahlungen 400 000 Euro sowie den Auszahlungen von 256 000 Euro ein Saldo von 144 000 Euro. Der Finanzhaushalt weist somit ein Minus von 428156 Euro aus, der mit liquiden Mitteln ausgeglichen wird.

Der Restbestand der liquiden Mittel beträgt zum Ende des Jahres 20 772 Euro. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen zur Leistung von Auszahlungen für Investitionen wurde festgesetzt auf 990 000 Euro, wovon 950 000 Euro in 2020 und 40 000 Euro Im Jahr darauf fällig sein werden. Der Höchstbetrag der Kassenkredite wurde auf 1,5 Millionen Euro festgesetzt. Die Räte stimmten dem Haushaltsplan 2019 einstimmig zu. Das Thema Kooperationsvertrag mit dem gemeinsamen Kommunalunternehmen im Steinbühl wurde vertagt.

KARL HEINZ WIRTH

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