Samstag, 15.05.2021

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Pinzberg rüstet Straßenbeleuchtung auf LED um

Gemeinde will Fördergelder beantragen - 14.04.2021 08:02 Uhr

Pinzberg will Strom und Kosten sparen, und zwar nachhaltig. Deswegen wird die Straßenbeleuchtung in allen Ortsteilen auf LED-Technik umgestellt.

13.04.2021 © Archivfoto: Ralf Rödel


Zahlreiche Kommunen im Landkreis haben die Weichen bereits gestellt, nun hat auch der Gemeinderat Pinzberg den Weg in das Zeitalter der LED-Straßenbeleuchtung mit einstimmiger Entscheidung freigemacht.

Zuvor hatte der Regionalbetreuer des Bayernwerkes, Ralf Schwarz, die technischen Details und auch die monetären Vorteile ausführlich vorgestellt. "Jede Kilowattstunde, die Sie einsparen, muss nicht produziert werden", erläuterte Schwarz zu den für Pinzberg prognostizierten jährlichen Einsparungen von 17,8 Tonnen CO2.

Die derzeitigen jährlichen Stromkosten für die Straßenbeleuchtung von 9557 Euro würden sich bei gleichbleibendem Preis auf 2925 Euro verringern.

"Die ganze Gemeinde umstellen"

Die Amortisation der einmaligen Investitionskosten unter Berücksichtigung des Wartungsturnus würde nach knapp sechs Jahren erfolgen. Stefan Hack (CSU) wollte wissen, ob denn der Beschluss des Gemeinderates zur Umrüstung für alle Ortsteile gelte, denn das Bayernwerk betreut Gosberg, Dobenreuth und Elsenberg, nicht aber den Hauptort. Dort wird die Straßenbeleuchtung von der Firma Elektra gewartet. "Wir wollen die ganze Gemeinde umstellen", betonte Bürgermeisterin Elisabeth Simmerlein (FW), "wegen des Hauptortes muss mit dem Betreiber separat verhandelt werden".

Der Förderantrag zur Umrüstung auf LED- Beleuchtung (erst wenn dieser bearbeitet und die Zusage vom Bundesumweltministerium vorliegt kann der Auftrag vergeben werden) wird kurzfristig für die komplette Straßenbeleuchtung in allen Ortsteilen gestellt.

Nur noch elektronisch?

Ebenfalls um einen richtungsweisenden Schritt in die Zukunft ging es bei dem Vorschlag der Verwaltung, die Einladung zu den Sitzungen des Gemeinderates ab dem 1. Juli in elektronischer Form zu übermitteln. "Das macht aber nur dann Sinn, wenn das dann auch in der Sitzung abgerufen werden kann und nicht zuvor ausgedruckt werden muss. Im Rathaus ist das bisher wegen des fehlenden WLAN kaum machbar", erinnerte Hack an die schleppende digitale Verbindung im Rathaus. Simmerlein bestätigte die Bedenken Hacks, sagte aber auch zu, dass man dabei sei, dies zu beheben.

Benötigt Pinzberg ein Corona-Schnelltestzentrum?

Benötigt Pinzberg ein Corona-Schnelltestzentrum? Elisabeth Simmerlein hat hierzu eine klare Meinung. "Wir haben in der Verwaltung viel darüber diskutiert, ich frage mich: Wer braucht das und wofür? Die Schulen sind ausgestattet und vorbereitet. Apotheker und Hausärzte testen, es bestehen Schnelltestzentren. Lockerungen sind derzeit nicht in Aussicht." Die Bürgermeisterin schlug daher vor, zunächst zu schauen, wie es bei den eingerichteten Schnelltestzentren laufe "und dann bei eventuellen Lockerungen für uns darüber nachzudenken. Es werden dann große personelle Ressourcen benötigt und keiner weiß, wie lange das gehen wird."

Als geeignete Örtlichkeit falle ihr nur die Turnhalle ein, so Simmerlein, "doch wo halten wir dann unsere Sitzungen ab?" Zur Entscheidung stand diese Ausführung der Bürgermeisterin nicht an. Auch die Stellungnahme Simmerleins zu eventuellen Hybridsitzungen, die sie aufgrund der Erfahrungen, die sie bei einer Bürgermeister-Dienstbesprechung gemacht habe für Pinzberg derzeit nicht für geeignet hält, wurden ohne Diskussion zur Kenntnis genommen.

Vor dem Hintergrund, dass in der alten Bücherei eine weitere Kindergartengruppe eingerichtet wird (wir berichteten) sucht die Gemeinde Pinzberg zum nächsten 1. September drei neue Fachkräfte für ihr "Haus für Kinder".

STEFAN BRAUN

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