Hitze setzt dem Stadtgrün zu

"Regen kann man nicht ersetzen": So geht es Forchheims Straßenbäumen

Porträt Katja Kiesel
Katja Kiesel

Volontärin

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7.9.2022, 12:58 Uhr
Andreas Geck, Leiter des Amtes für öffentliches Grün und Biodiversität Forchheim.

© Sylvia Kiesewetter, NN Andreas Geck, Leiter des Amtes für öffentliches Grün und Biodiversität Forchheim.

Herr Geck, wie geht es den Forchheimer Stadt- und Straßenbäumen? Wie haben sie die vergangenen trockenen Monate verkraftet?
Die Forchheimer Straßenbäume haben – wie auch alles andere Stadtgrün – sehr unter dem trockenen Sommer gelitten. Wir haben deshalb leider auch einige Ausfälle zu verzeichnen. Es war zwar tolles Freibadwetter in diesem Jahr, die Bäume freuen sich darüber aber nicht so sehr: Denn dadurch, dass es beinah durchgängig heiß war, es wenig Regen und auch nachts wenig Abkühlung gab, konnten sich die Bäume zwischenzeitlich kaum erholen. Die Hitze an der Krone, den Blättern und dem Stamm war zum Teil so groß, dass Bäume trotz Bewässerung eingegangen sind.
Haben Sie in diesem Jahr denn deutlich mehr gewässert als sonst?
Wir haben definitiv mehr gewässert als im vergangenen Jahr: Wir wässern die Bäume einmal wöchentlich, spätestens nach eineinhalb Wochen, mit jeweils etwa 150 bis 200 Litern. Das variiert natürlich nach der Größe des Baumes, besonders große bekommen auch mal 500 Liter. Zudem hat uns eine Fremd-Firma unterstützt und es waren mehr Wässer-Fahrzeuge im Einsatz. Trotzdem: Bewässerung kann Regen nicht ersetzen. Denn der Baum ist trotz Wassers von unten dauerhaft großer Hitze ausgesetzt und es verdunstet auch schneller.
Die Stadt Bamberg hat ihre Bürgerinnen und Bürger sogar aufgefordert, Straßenbäume "mitzuwässern". Dürfen das auch die Forchheimerinnen und Forchheimer gerne tun oder bringen ein paar Liter aus der Gießkanne gar nichts?
Das dürfen sie sehr gerne tun – auch wenn ein Baum viel Wasser braucht, hilft jede Gießkanne. Wir haben einige Menschen im Stadtgebiet, die sich um das Grün kümmern – zum Beispiel die Blumenkübel in der Hauptstraße - und dafür sind wir sehr dankbar.

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