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Regnitz-Wehr in Buckenhofen wird ertüchtigt

16 Meter breite Anlage wird von Experten unter die Lupe genommen - 28.06.2020 14:42 Uhr

Aufwändige Arbeiten an einer mehr als robusten Anlage: Das Wehr, das sich im Forchheimer Stadtteil Buckenhofen über die Regnitz spannt, wird derzeit auf mögliche Schäden inspisiziert. © Foto: Ralf Rödel


Wie Jörg Blömer, Bauingenieur vom Wasser- und Schifffahrtsamt Main-Donau-Kanal, erläutert, wird das Bauwerk, das 1965/66 errichtet wurde, alle sechs Jahre inspiziert. Schäden, die dabei zu Tage treten, behebt das acht bis zehn Mann umfassende Team gleich. Etwa drei bis vier Wochen werden die Sanierungsarbeiten dauern.

Um das etwa 16 Meter breite Wehr genau unter die Lupe zu nehmen, müssen die drei Wehrfelder unter der Brücke zunächst trocken gelegt werden. Dazu hat unlängst ein Teleskoplifter, ähnlich wie ein mobiler Autokran, von einem Schiff aus sechs etwa neun Meter lange Stahlstützen an das Bauwerk gehievt, die Taucher dann unter Wasser in eine Vorrichtung einfädeln müssen.

Anschließend wurden noch große Metallplatten zwischen den Stützen montiert. Dadurch entsteht oberhalb des Wehres eine Metallwand, hinter der sich Jörg Blömer dann das Bauwerk und den Wehrverschlusskörper genau anschauen kann.

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1965/66 wurde das 16 Meter lange Wehr über die Regnitz in Buckenhofen gebaut. Sein Zweck: Bei einem Hochwasser den Wasserstand zu regulieren. Damit das Bauwerk dies auch noch in den kommenden Jahrzehnten tun kann, wird es regelmäßig inspiziert und in Stand gesetzt. So auch momentan wieder.


Üblicherweise, so der Bauingenieur, müssen Korrisionsschutzarbeiten erledigt, Dichtungen ausgetauscht und Betonlecks saniert werden. Schließlich soll das Bauwerk mindestens 100 Jahre halten, meint er. Da ist er beim Forchheimer Wehr relativ zuversichtlich. "Das ist eine unproblematische Anlage, die macht uns wenig Sorgen." Und Blömer lobt sogar die Erbauer des Bauwerks: "Die Kollegen damals haben eine wirklich robuste Anlage gebaut. Die hält noch lange." Das Wehr, mit dessen Hilfe der Wasserstand reguliert werden kann, dient dem Hochwasserschutz, so Blömer. Maximal können hier 1100 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durchgelassen werden.

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In den wasserreichen Jahren 2010, 2011 und vor allem beim Hochwasser an Pfingsten 2013 sei das Wehr im Einsatz gewesen. Ziel sei, im Notfall gerade so viel Wasser durchzulassen, dass die Schäden sowohl oberhalb wie auch unterhalb des Wehres möglichst minimiert werden.

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