Arbeitslosenzahlen im August

Rekordnachrichten vom Arbeitsmarkt im Landkreis Forchheim

Trotz vierter Corona-Welle: Die Arbeitsmarktexperten sind sehr zuversichtlich. 

 

Trotz vierter Corona-Welle: Die Arbeitsmarktexperten sind sehr zuversichtlich.    © Uwe Anspach, NN

Im Landkreis Forchheim nahm die Zahl der Arbeitslosen seit Ende Juli um 22 Männer und Frauen (+ 1,2 Prozent) auf 1932 zu. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich seit dem Vorjahr um 235 Personen bzw. 10,8 Prozent. Überwiegend junge Menschen meldeten sich verstärkt nach dem Ausbildungsende arbeitslos, da nicht immer ein nahtloser Übergang in eine neue Tätigkeit aufgrund der Ferienzeit möglich war, teilt die zuständige Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg in einer aktuellen Pressemitteilung mit.

Jugendarbeitslosigkeit binnen Jahresfrist stark zurückgegangen

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren erhöhte sich daher im letzten Monat um 26 oder 14,2 Prozent auf 209. Dies entspreche auch einem saisonüblichen Anstieg in der Ferienzeit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit jedoch um 27,7 Prozent bzw. 80 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte und liegt derzeit bei 2,9. Das ist weiterhin Vollbeschäftigung. Vor einem Jahr betrug die Quote 3,2 Prozent.

In den vergangenen vier Wochen meldeten Betriebe dem Arbeitgeberservice 284 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote, 3,6 Prozent (+10) mehr als im Vorjahr. Im Bestand haben die Vermittler 1122 offene Stellen. Vor zwölf Monaten waren es 45,9 Prozent bzw. 353 weniger gewesen. Forchheim verzeichnet agenturbezirksweit den kräftigsten Zuwachs im Stellenpool.

Rekordbestand seit BRD-Gründung: Firmen finden nicht genügend Beschäftigte

Boris Flemming, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, ist trotz der nahenden vierten Corona Welle weiter optimistisch: „Der August bescherte uns einen sehr geringen saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die übergangsweise Erhöhung der Jugendarbeitslosigkeit nach dem Schul-oder Ausbildungsende wurde von der weiterhin hohen Einstellbereitschaft der Betriebe größtenteils überlagert. Noch nie seit der Gründung der BRD im Jahre 1949 hatten wir so viele Stellenangebote im Bestand. Auf 100 Jobofferten kommen gerade mal 136 bei uns gemeldete potentielle Bewerber. Gastronomie und Tourismus florieren derzeit. Während teilweise die Gäste zu viel werden, wird das Personal zu knapp."

Im April (Hochrechnung aktuellster Wert) bezogen im Agenturbezirk insgesamt 2584 Betriebe für 18198 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld. 7,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren in Kurzarbeit. Im Vergleich zum März sind es 2088 Personen und 114 Betriebe weniger geworden. Die Kurzarbeiterquote betrug damals 8,3 Prozent.

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