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Dienstag, 09.03.2021

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Sanierung der Weilersbacher Schule geht voran

Für die Erneuerung Turnhalle gibt es Fördermittel - 17.01.2021 18:14 Uhr

Eine Drohnenaufnahme zeigt die Bauarbeiten an der Weilersbacher Schule aus der Vogelperspektive. Das Gesamtvolumen der Sanierung beträgt rund 2,5 Millionen Euro, davon verschlingt die Turnhalle allein eine Million, die zu 69 Prozent gefördert wird.

17.01.2021 © Foto: Architektur- und Ingenieurbüro Schultes


  Im vergangenen Jahr wurden mit finanzieller Unterstützung durch das kommunale Investitionsprogramm (KIP) unter anderem die Heizung ausgetauscht und das Dach saniert. Für die kommenden Monate stehen neben Erdarbeiten für den Blitzschutz umfangreiche Innenarbeiten in der Turnhalle an. Ersetzt werden die Fenster und der Fußboden, die umfangreichsten Arbeiten betreffen aber den Sanitärbereich.

"Die haben das bisher richtig gut gemacht", lobte Anton Dennerlein die bereits abgeschlossenen Arbeiten durch das Architekturbüro Schultes. Bauingenieur Matthias Stelzel hatte tags zuvor in der Sitzung den Sachstand und die weiteren Schritte im Gemeinderat ausführlich vorgestellt und zahlreiche Fragen zur Zufriedenheit aller beantwortet, wie es hieß.

Finanziell hält sich die Belastung für die Gemeindekasse im Rahmen, "denn wir haben zwei Tage vor Weihnachten die Zusage für die 69-prozentige Förderung der Arbeiten an der Turnhalle erhalten", freute sich am Tag darauf Bürgermeister Marco Friepes. Er verwies zudem darauf, dass bei der Ausschreibung für den Turnhallenboden die Strapazierfähigkeit eine große Rolle spielen werde: "Denn die Halle soll auch für andere als sportliche Zwecke genutzt werden können, ohne dass da extra ein Teppichboden ausgelegt werden muss."

Der Boden der Turnhalle, hier eine computergenerierte Illustration, soll nicht nur für den Sport taugen, sondern auch für andere Veranstaltungen.

17.01.2021 © Illustration: Architektur- und Ingenieurbüro Schultes


Die Ausschreibung der einzelnen Gewerke soll in der Februarsitzung beschlossen werden, die Vergabe im April. Wenn die äußeren Umstände passen, dann beginnen in den Pfingstferien die Bauarbeiten. Für den Eigenverbrauch wird das Schuldach nach Rücksprache mit Dominik Bigge, dem Klimaschutzmanager beim Landratsamt Forchheim, mit einer kleinen Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Amortisation erfolgt nach zehn Jahren, im Gremium gab es hierzu keine Gegenstimme.

"Wir steigen als Gemeinde dort nicht in die Bauplanung ein", informiert Friepes zum Antrag einer Interessentin zum Straßenausbau in der Gemarkung Oberweilersbach. Die Interessentin könne dies im Rahmen einer Erschließungsvereinbarung selbst übernehmen, so der Bürgermeister.

Kann Reifenberger Grundstück bebaut werden?

Sind Grund und Boden einer Flurnummer in Reifenberg für eine Bebauung geeignet? Hierüber diskutierte der Gemeinderat kontrovers, aber sachlich, hieß es. "Ein Gutachten der Landesgewerbeanstalt (LGA) liegt vor. Demnach ist eine Bebauung grundsätzlich möglich", informierte Bürgermeister Marco Friepes. Eine Bauleitplanung sei machbar: "Die Kosten für die Änderung des Flächennutzungsplanes und der Bauleitplanung müssten aber die Eigentümer übernehmen." Die Freigabe als Baugebiet sehen nicht alle Gemeinderäte unkritisch.

"Für mich ist so ein Grundstück nicht bebaubar. Das ist ein riesiger Hang mitten im Rutschgebiet. Die Sicherungsmaßnahmen sind sehr teuer", erklärte einen Tag nach der Sitzung Anton Dennerlein. Der frühere Bürgermeister hat hier noch einen Fall aus seiner aktiven Zeit in Erinnerung, als "es in der Forchheimer Straße einen Hangrutsch gab und der ganze Bach zu war. Wir mussten umfangreiche Sicherungsmaßnahmen treffen. Ich sehe die Bestrebungen in Reifenberg sehr kritisch". Mit Dennerlein stimmten auch Marina Amon, Kerstin Glaser und Bettina Drummer gegen die geplante Bebauung in Reifenberg. Das letzte Wort hat nunmehr das Landratsamt.

STEFAN BRAUN

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