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So läuft es im Wildpark Hundshaupten und im Erlebnispark Schloss Thurn

Freizeiteinrichtungen haben wieder geöffnet: Endlich wieder Tiere bestaunen und Spaß haben - 02.06.2020 06:00 Uhr

Maximal 1000 Besucher dürfen sich gleichzeitig im Wildpark Hundshaupten aufhalten. Dass es deshalb manchmal zu Wartezeiten kommt, wird von den Besuchern akzeptiert, berichtet Park-Leiter Daniel Schäffer. © Foto: Anna Wehrfritz


Während die Kinder schon begeistert vor dem Ziegengehege stehen oder einen der Pfaue bewundern, die selbstbewusst über den Weg stolzieren, studieren die Erwachsene den Parkplan und packen die Mundschütze ein, bevor sich alle gemeinsam auf den Rundweg machen um Waschbär, Wiesent und Co. zu bewundern.

Seit Montag, 11. Mai, hat der Wildpark in Hundshaupten seine Türen wieder für Besucher geöffnet. Mit Maskenpflicht in der Kasse und auf den Toiletten, einer Obergrenze von maximal 1000 Besuchern gleichzeitig im Park und einem strickten Fütterungsverbot. Dennoch ist der Zuspruch gut, erzählt Parkleiter Daniel Schäffer. "Ich rechne auch damit, dass wir über die Ferien noch Touristen empfangen."

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Gabi Veil ist eine dieser Touristen. Sie kommt aus Esslingen in der Nähe von Stuttgart und besucht den Park zusammen mit Mann und Schwester. "Uns gefällt die Fränkische so gut, dass wir jedes Jahr herkommen, um Urlaub zu machen. Normalerweise kommen wir immer zu Ostern, aber durch Corona hat das dieses Jahr nicht geklappt, weshalb wir eben jetzt hier sind." Die Sicherheitsmaßnahmen findet sie in Ordnung, sie hat keine Angst sich im Park bei anderen Besuchern anzustecken. "Im Park verteilen sich doch alle. Und wenn es sich irgendwo staut, muss man halt mal warten."

"Machen das hier sehr gut"

Ähnlich sieht dass ein weiterer Besucher, der mit Frau und Enkelin den Park besucht. "Die machen das hier sehr gut", meint er auf die Frage, ob er sich sicher gefühlt habe. Die Familie ist froh, wieder raus zu können. "Es wurde schon ein bisschen schwierig den Tag zu gestalten." meint er. Den Wildpark besucht er jetzt zum dritten Mal.

Schon am ersten Wochenende nach der Öffnung war der Andrang gewaltig. Gäste mussten teilweise bis zu 25 Minuten auf Einlass warten, da der Park "überfüllt" war. Aber, so erzählt Schäffer, es habe von Seiten der Gäste keinerlei Verärgerung gegeben. Auch die Maskenpflicht würde von allen eingehalten.

Führungen, Greifvogelschau und kommentierte Fütterungen finden aktuell nicht statt. "Wir wollen Menschenansammlungen vermeiden. Auch der Pferdestall ist im Moment zu, weil in dem engen Gang kein Sicherheitsabstand eingehalten werden kann", so Schäffer.

Den Verkauf von Souvenirs hatte der Park in den ersten Wochen nach der Öffnung eingestellt, wodurch der Park deutlich weniger Einnahmen hatte als üblicherweise. "Es geht der Schutz der Menschen vor", sagt Schäffer. Inzwischen hat der Park einen Verkauf außerhalb der Kasse aufgebaut.

Regeln werden eingehalten

Der Freizeitpark Schloss Thurn durfte am Samstag, 30. Mai, zum ersten Mal wieder öffnen. Auch hier gilt Maskenpflicht im Eingangsbereich, in der Gastronomie und in den Toiletten. Die täglichen Liveshows dürfen nicht stattfinden und der Mindestabstand muss überall eingehalten werden.

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Doch das trübt die Stimmung der Besucher in keiner Weise, erzählt Parkleiterin Hannah von Bentzel. "Wir hatten eine sehr gute Atmosphäre im Park. Man merkt die Erleichterung der Besucher, wieder ein Stück Freiheit zurück bekommen zu haben. Die Kinder waren ausgelassen und glücklich und es war im Großen und Ganzen einfach ein gelungener Start."

Zeitfensterregelung wird wieder abgeschafft

Um Besucherströme zu entzerren, wurden verschiedene Zeitfenster festgelegt, zu denen Besucher mit gebuchtem Online-Ticket in den Park konnten. Statt um zehn Uhr kamen am Samstag morgen um 9.20 Uhr die ersten Besucher zum Park. 

Auch die Mitarbeiter des Parks haben sich über den guten Start gefreut, so von Bentzel. "Wir waren gut vorbereitet und hatten alle Mitarbeiter vorab schon mal da. Zu Anfang waren alle etwas aufgeregt, aber da alles so gut lief und sich die Gäste an alle Regeln gehalten haben, war es bald sehr entspannt. Die Zeitfensterregelung werden wir wieder abschaffen, da sich gezeigt hat, dass wir sie nicht brauchen. Nach dem ersten Tag heute weiß ich, dass wir gut gerüstet sind und unsere Gäste unser Angebot annehmen."

Das alle Regeln so gut eingehalten werden liegt laut von Benzel vermutlich daran, dass sich die Menschen an die neue Situation im Alltag gewöhnt haben und sich die Regeln im Park kaum von den allgemeinen Regelungen unterscheiden. Sie vermutet, dass gerade die besorgteren Gäste noch ein wenig abwarten werden, um zu sehen, wie sich die Situation entwickelt und was von anderen Besuchen berichtet wird, bevor sie dem Freizeitpark einen Besuch abstatten werden.

ANNA WEHRFRITZ

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