Stadtrat stimmt ab: Drei Sonntage zum Shoppen

19.12.2015, 08:00 Uhr
2015 gab es noch vier verkaufsoffene Sonntage, nächstes Jahr wird es einer weniger.

2015 gab es noch vier verkaufsoffene Sonntage, nächstes Jahr wird es einer weniger. © Archivfoto: Roland Huber

Vor einigen Wochen hatte Wirtschaftsförderer Viktor Naumann eine Umfrage an Unternehmer in der Innenstadt geschickt. Darin ging es hauptsächlich darum, wie viele verkaufsoffene Sonntage gewünscht werden (wir berichteten). Vor allem die Freien Wähler hatten immer wieder so eine Umfrage angemahnt.

Das Ergebnis fiel allerdings nicht nach ihrem Wunsch aus. Die meisten der Unternehmer, die den Bogen ausgefüllt haben, sind dafür, an zwei Sonntagen im Jahr die Läden zu öffnen. Die Freien Wähler wollen aber vier verkaufsoffene Sonntage, wie FW-Stadtrat Erwin Held betonte. So sieht es auch die FDP und von der CSU Josua Flierl. Die Argumente sind die gleichen wie eh und je: Die Sonntagsöffnung bringt neues Publikum, wertvollen Umsatz, der Arbeitsplätze erhält und sie steigert die Attraktivität der Stadt. Genauso bekannt sind die Argumente der Gegner: Der Euro könne nur einmal ausgegeben werden, der Umsatz steige folglich nicht wirklich, die Arbeitnehmer werden unnötig belastet. So sieht es vor allem die SPD. „Wenn einem die Antworten einer Umfrage nicht passen, dann ignoriert man sie einfach“, fasste SPD-Stadträtin Anita Kern zusammen.

Vorschlag des OB

Oberbürgermeister Franz Stumpf hatte zu Beginn vorgeschlagen, drei verkaufsoffene Sonntage anzubieten und auch wieder die Außenbereiche, sprich Obi, Möbel Fischer und Globus-Markt, miteinzubeziehen. Das sieht die Mehrheit der CSU als „vernünftigen Vorschlag“, so Udo Schönfelder. Zustimmung für den Dreier-Kompromiss gab es auch von FBF-Stadtradt Heinz Endres und JB-Stadtrat Ulrich Schürr.

Kritik an der Umfrage hagelte es von mehreren Seiten. FW-Stadtrat Manfred Hümmer fand eine Rücklaufquote von zirka 21 Prozent recht gering (76 von 265 Fragebögen) und hätte gerne gewusst, aus welchen Branchen die Antworten stammten und wo die Betriebe genau liegen. „Hinten und vorn nicht repräsentativ“, urteilte FDP-Stadtrat Sebastian Körber. Auch Handwerker zum verkaufsoffenen Sonntag zu befragen, mache wenig Sinn. Udo Schönfelder hätte sich gewünscht, die Ergebnisse früher zu haben.

Am Ende ließ der OB gleich drei Mal abstimmen, einmal für vier Sonntage, für drei und für zwei. Die Mehrheit entschied sich für drei verkaufsoffene Sonntage. Sonntags geöffnet ist 2016 am 6. März, 6. November und 27. November. Die FW wollen die Abstimmung rechtlich prüfen lassen.

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