Steht der Hundespielplatz in Kirchehrenbach vor dem Aus?

2.8.2020, 14:30 Uhr
Eine Spielwiese, auf der sich Hunde austoben können. So etwas hätte sich Richard Hohnlerlein auch in Kirchehrenbach gewünscht und hat mit einer Petition etliche weitere Hundebesitzer hinter sich versammelt. Der Gemeinderat sieht das Thema kritisch.

Eine Spielwiese, auf der sich Hunde austoben können. So etwas hätte sich Richard Hohnlerlein auch in Kirchehrenbach gewünscht und hat mit einer Petition etliche weitere Hundebesitzer hinter sich versammelt. Der Gemeinderat sieht das Thema kritisch.

Richard Hohnerlein hatte sogar eine Petition gestartet, um einen eingezäunten Hundespielplatz für Kirchehrenbach zu errichten. "Es haben etliche unterschrieben, von der Gemeinde kam leider keine Reaktion", sagt der Kirchehrenbacher vor der Sitzung, in der ein Hundespielplatz wohl abgelehnt werden wird. Der Sozialausschuss hat sein Nein bereits formuliert.

"Ich sehe es als Problem, eine Hundewiese in einem Wiesenbrütergebiet einzurichten", sagt Anja Gebhardt auf Nachfrage. Man versiegele damit auch wieder eine Fläche Natur und eigentlich gäbe es in der Gemeinde ausreichend Wege, auf denen man seine Hunde ausführen könne. "Ich habe viele Anfragen von Hundebesitzern der umliegenden Orte bekommen", so Gebhardt. Sie fürchtet, dass eine Hundewiese nur noch mehr Hundehalter zum Gassigehen nach Kirchehrenbach gezogen hätte.

Das Thema begleitet die Kommunalpolitikerin schon länger. Der Hundekot kann für andere Tiere gefährlich sein. Ein Kalb von Landwirt Thomas Nimmerrichter sowie eine Stute samt Fohlen im Reitstall von Bernd Gebhard sind deshalb bereits gestorben.

Eine generelle Leinenpflicht werde es aber weiterhin nicht geben, man appelliere vielmehr an die Vernunft der Hundebesitzer und werde nochmal über das Aufstellen von Mülleimern an den Einfallstraßen diskutieren. "Aber das muss der Gemeinderat entscheiden", so die Bürgermeisterin.

Nach der Sitzung sollen alle Hundehalter über die Entscheidung informiert werden. Richard Hohnerlein ist enttäuscht, hätte sich gewünscht, dass sich die Kommunalpolitiker bei ihm melden. "Ich hatte die Hoffnung, dass sich was tut, aber jetzt sitzen sie es aus", kritisiert der Hundebesitzer. Die Kotbeutel, die den Hundehaltern per Brief zugeschickt werden sollen, wolle er jedenfalls persönlich zurück ins Rathaus tragen.

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