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Straßenbeleuchtung und Schul-Ausstattung in Effeltrich

Digitaler Unterricht in der Grundschule Effeltrich bereitet wenig Probleme - 28.01.2021 11:51 Uhr

Ist die Effeltricher Grundschule angesichts der Pandemie gut ausgerüstet mit schnellem Netz und modernen Endgeräten? Um diese Fragen drehte es sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

27.01.2021 © Foto: Dagmar Niemann


Zu Beginn der Sitzung gab Bürgermeister Peter Lepper (FW) bekannt, dass die Erstimpfung der über 80-jährigen Bürger von Effeltrich, Gaiganz und Poxdorf am 4. Februar im Ärztehaus an der Forchheimer Straße erfolgen wird. Die Leitung dieser dezentralen Impfaktion hat Dr. Beate Reinhardt. Die betroffenen Bürger werden schriftlich informiert und sollen dann wegen eines Impftermins mit der Praxis Reinhardt Verbindung aufnehmen.

Einem Antrag der DEL-Fraktion folgend, war der Leiter der Effeltricher Grundschule, Florentino Mayer, zu der Sitzung geladen, um grundsätzlich zu der Frage "Sind unsere Schulen coronasicher?" Stellung zu beziehen. Mayer, der die Effeltricher Schule seit September 2020 leitet, berichtete über Anzahl und Art der an der Schule vorhandenen modernen Medien wie Computer, Laptops, iPads und Beamer, über Organisation und Ablauf des derzeitigen digitalen Unterrichts und über die praktizierten Hygienemaßnahmen.

"Es läuft wirklich gut"

Wie zu hören war, ist die Ausstattung der Schule in etwa ausreichend, aber in Zukunft noch zu verbessern. Die Internetverbindung im digitalen Klassenzimmer und erst recht im Lehrerzimmer ist dagegen zu schwach; hier müsse dringend nachgebessert werden, so Mayer. Zum zweimal pro Woche von ihm selbst veranstalteten virtuellen Stuhlkreis der Erstklässler sowie zum digitalen Unterricht für die Klassen 2 bis 4, den die Lehrerinnen von zu Hause aus und überwiegend mit ihren eigenen Geräten gestalten, bemerkte er zusammenfassend: "Es läuft wirklich gut."

Auch die Hygienemaßnahmen sind bereits bestens eingeübt: Es gilt Maskenpflicht mit einer Trinkpause nach rund 45 Minuten und fünf maskenfreien Minuten draußen in der Pause. In ihre Klassenzimmer gehen die Schüler und Schülerinnen in gebührendem Abstand, und auch dort sind die Tische im Eineinhalb-Meter-Abstand aufgestellt. Desinfektionsmittel werden nicht verwendet; aber das Händewaschen im Klassenzimmer oder in den Toiletten gehört zum Normalprogramm. CO2-Ampeln zur Vermeidung von Aerosolen seien nicht nötig, so Mayer, da ausreichend viele Fenster geöffnet werden könnten, was alle 30 bis 45 Minuten geschehe. Luftreinigungsgeräte, die auch den Feinstaub wegfiltern, wären dagegen sehr nützlich und wichtig.

Daher beschloss der Gemeinderat einstimmig, einen Förderantrag für Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion für vier Klassenräume und einen Fachraum zu stellen. Die Förderung beträgt maximal 50 Prozent bis zum Höchstbetrag von 1750 Euro pro Raum. Allerdings kann in dieser zweiten Förderrunde nur noch das Geld verteilt werden, das nach der ersten Antragsrunde übriggeblieben ist. Die Verwaltung wurde beauftragt, entsprechende Angebote einzuholen.

Komplizierte Frage für den Gemeinderat Effeltrich

In einem weiteren die Schule betreffenden Tagesordnungspunkt ging es um die Verbesserung der Breitbandversorgung. Die bayerische Staatsregierung stellt für den Breitbandausbau bis zu 50.000 Euro pro Objekt bei einem Fördersatz von 80 Prozent zur Verfügung. Das bedeutet, dass Effeltrich für den Ausbau beider Standorte mit einem Eigenanteil von rund 29.000 Euro rechnen muss. Der Förderantrag ist bis zum Jahresende 2021 zu stellen.

Kompliziert wurde die Frage für den Gemeinderat dadurch, dass die Deutsche Glasfaser GmbH zurzeit den Glasfaservollausbau für Effeltrich plant, vorausgesetzt 40 Prozent der Haushalte machen mit. Aber selbst wenn das der Fall wäre, würde die Gemeinde den Anbieter für Schule und Rathaus nicht wechseln, da sie spezielle Verträge mit der Telekom hat, die eine höhere Ausfallsicherheit garantieren.

Angesichts der noch herrschenden Unsicherheit in Bezug auf die Auftragsübernahme durch die Deutsche Glasfaser und auch wegen der Ungewissheit, ab wann das schnelle Internet tatsächlich zur Verfügung steht, entschied sich der Gemeinderat trotz des finanziellen Eigenanteils einstimmig dafür, das staatliche Förderprogramm zu nutzen und die Breitbandversorgung umgehend auszuschreiben. Die Verwaltung soll die Auswahlverfahren einleiten.

Weitere Beschlüsse zur Straßenbeleuchtung

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtungsanlage in Gaiganz auf energiesparende LED-Technik wurde vom Gremium auf den Weg gebracht. Kostenpunkt: etwa 21.200 Euro. Bei 62 Brennstellen würden durch die Umrüstung jährlich rund 4100 Euro eingespart, die Amortisierung würde also fünf Jahre betragen. Als Lichtfarbe wählten die Räte "warm-weiß", ein leicht gelbliches und insekten-freundlicheres Licht.

Auch zwei Anträge der DEL-Fraktion zur Änderung der Geschäftsordnung standen zur Debatte. Dabei ging es einerseits um den zu ergänzenden Satz, dass Beschlussvorlagen bis spätestens zum Ablauf des dritten Tages vor der Sitzung zur Verfügung gestellt und nicht mehr verändert werden sollen.

Andererseits wurde die Terminierung der Sitzungen im jeweils neuen Jahr besprochen, die der Bürgermeister in der letzten Sitzung 2020 dem Gemeinderat zum Beschluss vorlegen solle. Außerdem solle die Ladungsfrist für außerordentliche Sitzungen fünf Tage, in dringenden Fällen drei Tage betragen. Beide Anträge wurden am Ende mit 8:4 Stimmen abgelehnt.

DAGMAR NIEMANN E-Mail

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