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Dienstag, 21.05.2019

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Sturm in und um Forchheim: 24 Einsätze am Sturm-Sonntag

Orte im Trubachtal ohne Strom, Bäume auf den Straßen - 10.03.2019 20:44 Uhr

Gegen Mittag haben viele Budenbetreiber auf dem Forchheimer Jahrmarkt ihre Stände wegen des anhaltend schlechten Wetters abgebaut. © Ralf Rödel


Das teilte Kreisbrandrat Oliver Flake auf NN-Nachfrage mit. Ein Baum ist dort auf eine Stromleitung gefallen.  Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Wolfsberg und Egloffstein waren im Einsatz. Am Abend waren die Haushalte wieder mit Strom versorgt. Die sturmbedingten Einsätze haben sich laut Flake im Landkreis Forchheim auf das Gebiet zwischen Muggendorf und Gößweinstein konzentriert.  

Während es am Nachmittag vielerorts noch ruhig blieb, meldete die Feuerwehr Forchheim tagsüber kleinere Einsätze. Eine Werbetafel an einem Geschäftshaus hat sich losgelöst und auf dem Forchheimer ZOB am Bahnhof sammelten Einsatzkräfte umhergewirbelte Dachplatten ein. Am Abend sind Einsatzkräfte ausgerückt, als ein größerer Ast auf ein Fahrzeug krachte. Im Bereich der Jägersburg fiel ein Baum auf die Straße.

Händler blieben gleich Zuhause

Der Forchheimer Jahrmarkt litt unter den starken Winden und dem Regen: Gegen Mittag bauten viele Standbetreiber ihre Buden wieder ab. Einige harrten aus, so zum Beispiel die Gärtnerei Renner aus dem Steigerwald. Von einer offiziellen Absage seitens der Stadt habe er nichts gehört, sagt Chef Otmar Renner. Der 64-Jährige betreibt in dritter Generation seine fahrende Gärtnerei und ist schon seit vielen Jahren in Forchheim bei den Jahrmärkten dabei. Sturm, sagt er, sei das Schlimmste. Mit Regen könne man umgehen, aber wenn es den Wind unter das Dach drückt, dann ist Vorsicht angesagt.

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Der Marktplatz in Ebermannstadt war leer gefegt. Kein einziger Standbetreiber ist zum verkaufsoffenen Sonntag erschienen. Der Pulse-of-Europe am Forchheimer Marktplatz fand wie geplant statt.

Heftige Sturmböen pfiffen bereits nachmittags im Fränkischen Oberland rund um Gräfenberg, wie NN–Leser berichteten. Der Wildpark Hundshaupten hat vorzeitig geschlossen.

Mitarbeiter in der  Einsatzzentrale im Katastrophenschutzzentrum im Landratsamt Ebermannstadt überwachten die Geschehnisse am Sturmtag. Die meisten Einsätze verzeichneten sie zwischen 17.30 und 18.30 Uhr, so Flake. Bis kurz nach 20 Uhr zählte die Zentrale für den  Landkreis 24 Einsätze. Nach ersten Informationen sind keine Menschen verletzt worden. Trotz umgefallener Bäume mussten keine Straßen für längere Zeit gesperrt werden.

Vor Extremwetterlage gewarnt

Die Feuerwehren im Landkreis waren vorgewarnt und auch die Integrierte Rettungsleitstelle Bamberg-Forchheim habe das Personal für den stürmischen Sonntag aufgestockt, so Flake. Der Deutsche Wetterdienst hatte am Sonntag vor orkanartigen Sturmböen und einer Extremwetterlage gewarnt. Die Warnungen weckten Erinnerungen an September, als Sturmtief Fabienne heftig durch den Landkreis fegte. Um 20.15 Uhr konnten die Mitarbeiter der Einsatzzentrale in den Feierabend gehen.

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bma/pas

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