Tierheim Forchheim muss saniert werden

17.8.2020, 12:46 Uhr
Vor 30 Jahren wurde das Tierheim Forchheim gebaut. Jetzt muss investiert werden, weil die Hundezwinger den aktuellen Standards nicht mehr entsprechen.

Vor 30 Jahren wurde das Tierheim Forchheim gebaut. Jetzt muss investiert werden, weil die Hundezwinger den aktuellen Standards nicht mehr entsprechen. © Foto: Athina Tsimplostephanaki

Doch das Tierheim muss trotzdem expandieren, denn einige der Hundezwinger sind nach heutigen Standards schlicht zu klein, Kranken- und Quarantäneboxen nicht ausreichend vorhanden, im Besprechungszimmer die Vögel untergebracht. Und das ist noch nicht alles: Auch Reparaturen und Sanierungen sind an vielen Stellen des mittlerweile 30 Jahre alten Gebäudes bitter nötig. "Die Anforderungen sind für ein so kleines Tierheim wie das unsere enorm", erklärt Marianne Wende, die Leiterin des Tierheims.

Um die neuen Standards umzusetzen, dachte das Tierheim zunächst an einen Neubau, mit dem man eigentlich schon in diesem Jahr beginnen wollte (wir berichteten). Für die Planungen tauschten sich die Verantwortlichen mit anderen Tierheimen und Experten des Tierschutzbundes aus. Doch schnell wurde klar: "Das können wir uns nicht leisten", sagt Wende.

Denn neben den Kosten für den Bau an sich, hätte eine Erweiterung der Anlage auch höhere Folgekosten bedeutet. "Und um diese in einem vertretbaren Rahmen zu halten, machen wir seit Jahren Pläne und verwerfen sie dann doch wieder – zu groß, zu teuer, zu arbeits- und kostenintensiv."

Wende hofft auf Fördergelder

Die aktuellen Planungen fallen laut Marianne Wende deswegen wesentlich kleiner aus: Zunächst wolle man sechs neue Hundezwinger bauen. Mindestens fünf Käfige, die sich draußen neben dem Auslaufgehege befinden, sollen zudem winterfest gemacht werden, sodass sie auch bei kälteren Temperaturen genutzt werden können. Hinzu kommen Umbauten von einigen Katzenzimmern und der bisherigen Krankenstation sowie allerlei Reparaturen. Rund 400 000 Euro, rechnet Wende, könnten die Neu- und Umbauten sowie die Sanierungen insgesamt kosten.

Einen Teil des Geldes kann das Tierheim aus Rücklagen selbst aufbringen. Wende hofft zudem auf einen Zuschuss aus dem Bayerischen Haushalt. So stellte das bayerische Umweltministerium für 2019 und 2020 für Bau- und Sanierungsvorhaben von Tierheimen 2,2 Millionen Euro bereit. Um davon noch etwas abzubekommen, sollen die Planungen bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein, so Wende.

Bilder des Tierheimes sowie die dort aktuell lebenden Tiere, finden Sie auf unserer Webseite www.nordbayern.de/forchheim

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