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Überfüllte Parkplätze und zahlreiche Ausflügler in der Fränkischen Schweiz

Trotz mittelmäßigen Wetters war einiges rund um Forchheim und Pegnitz los - 02.05.2021 16:17 Uhr

Die Kirschblüten rund um Pretzfeld sind ein beliebtes Fotomotiv und haben auch am 1. Mai einige Wanderer angezogen.

02.05.2021


Der Kellerwald in Forchheim war coronabedingt bei Weitem nicht so voll wie normalerweise an einem Feiertag. Doch trotz Kälte und starker Bewölkung zog es die Menschen am letzten Samstag zu den Kellern. Ob Fahrradfahrer, Wanderer oder Flanierer, sie alle wollten sich ein To-Go-Bier nicht entgehen lassen.

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Das war am Wochenende in der Fränkischen Schweiz los

Aufs Walberla, zu den Kirschblüten in Pretzfeld, zu einem Bier To Go auf die Keller, zu den Tieren im Wildpark Hundshaupten oder zur Burg Neideck: Trotz bewölktem Himmel und kühlen Temperaturen rund um den 1. Mai im Kreis Forchheim und in der Fränkischen Schweiz rund um Forchheim und Pegnitz einiges los. Zahlreiche Ausflügler waren in der Region unterwegs.


Auch die Mountainbike-Fahrer Michael Karg und Ludwig Harald aus Forchheim gönnten sich hier ihr verdientes Abschlussbier nach einer Radtour durch die Fränkische Schweiz.

Überfüllte Parkplätze

"50 Meter Abstand zum Ausschank!", ruft die Kellnerin vom Schanktisch eines Kellers, um die Corona-Bestimmungen einzuhalten. Zum Getränke holen setzten alle ihre Masken auf, ansonsten hielten die meisten Besucher genug Abstand zueinander.

Bier und Bratwürste To Go als Stärkung: Auch auf den Pretzfelder Kellern war einiges los.

02.05.2021 © Foto: Andrea Schrottenloher


Ein anderes Bild bot sich auf dem Walberla sowie dem Rodenstein. Schon die Parkplätze waren überfüllt von Autos mit Kennzeichen aus der ganzen Region. In Schlaifhausen waren sogar die Straßenränder zugeparkt. Familien und kleine Gruppen bevölkerten die Wanderwege sowie fast jedes Fleckchen Wiese, das die Anhöhen bieten. Sie breiteten ihre Decken aus, um zu picknicken, Bier zu trinken oder um einfach mal rauszukommen.


Großer Besucherandrang: Die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz zieht die Notbremse.


Am frühen Nachmittag kam die Sonne etwas heraus und zog noch mehr Menschen aus ihren Häusern. Ob alles coronakonform ablief, blieb unklar, unter anderem bei Gruppen von mehr als sechs Personen.

700 Besucherinnen und Besucher im Wildpark

Der Wildpark in Hundshaupten setzte alle Corona-Vorschriften um: Eintritt gewährt wird nur denjenigen, die sich online registriert haben und einen negativen Corona-Test nachweisen können. Die Tierpfleger, die ohnehin im Park unterwegs sind, haben ein Auge auf die Abstandsregeln.

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Eine Schönheit auch auf Instagram: Unsere Fränkische Schweiz

Blühende Wiesen, malerische Sonnenuntergänge, idyllische Natur und weitläufige Panoramen: Wir haben Fotos von Instagramern gesammelt, die zeigen, wie wunderschön die Landschaften in der Fränkischen Schweiz sind und wie wunderbar sich hier die Natur genießen lässt.


Momentan hat der Tierpark eine Kapazität von 1000 Besuchern, die am Samstag mit etwa 700 Besuchern gut ausgefüllt war. Zuvor musste der Park wegen eines Inzidenzwerts über 100 im Kreis Forchheim schließen. Seit 28. April dürfen Zoos und Tierparks in Bayern wieder unabhängig vom Inzidenzwert öffnen. Vor allem Familien freuten sich, die Tiere nun wieder zu besuchen.

Kirschblüten als Publikumsmagnet

In Pretzfeld war wie die letzten Wochen kaum ein freier Parkplatz zu finden. Besonders großer Beliebtheit erfreute sich der "Bieromat", an dem man sich kontaktfrei Bier holen kann. Ebenso der Pretzfelder Keller, bei dem sich die Menschen mit Bier und Bratwürsten "To Go" stärkten.

Die meisten bewunderten die Kirschfelder, die sich am Wanderweg "Kirschenweg Judenberg" entlangziehen. Zu dieser Zeit stehen die Kirschbäume in voller Blüte und ziehen ein großes Publikum an. Es wird gewandert, gepicknickt und natürlich werden viele Bilder gemacht – egal ob von sich oder von den Bäumen. Auf den Straßen rund um Pretzfeld war durch diesen Besuchermagnet einiges los. Motorräder, Autos und Wohnmobile parkten überall an den Straßenrändern, was zu einer äußerst unübersichtlichen Verkehrssituation führte.


Ansturm auf die Fränkische Schweiz: Bei der Jagd nach dem besten Foto leidet die Natur


Schon mal eng auf der Brücke zur Burg Neideck

Ein schönerer Anblick bot sich da auf die Burg Neideck, die fast bedrohlich unter den dunkelgrauen Wolken thronte. Das trübe Wetter hielt auch hier viele nicht davon ab, zur Burgruine zu wandern. Auf der kleinen Brücke, die man überqueren muss, um die Burg zu erreichen, wurde es da schon mal eng. Am späten Nachmittag gab es sogar etwas Spektakuläres zu sehen. Der Kletterer Tom Thudium aus Erlangen seilte sich von der Neideck ab und das aus einem bestimmten Grund: Er fotografierte seinen Kletterkollegen Peter Wirth, der in einem Kettenhemd an der Burgmauer entlangkletterte.

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Aus bis zu 2.500 Metern Höhe blickte Tom Schneider, Fotograf aus Ebermannstadt, bei einer Fahrt mit einem Heißluftballon auf Dörfer, Natur und wunderschöne Ecken der Fränkischen Schweiz und des Landkreises Forchheim.


Das Ganze diente einer Werbung für Kettenhemden, die durch die Burgruine besonders in Szene gesetzt wurden. Einige Schaulustige beobachteten das Spektakel. Die ersten Regentropfen vertrieben jedoch die Meisten, bis auf ein paar Menschen, die dem Wetter mit Regenschirmen trotzten.

Kam eine Bierflasche geflogen

Am späten Nachmittag standen noch mehrere Besucher auf dem Burgturm und tranken zusammen Bier. Dabei kam es zu einem Schreckmoment, als eine Bierflasche über die Mauer rollte und mit großem Knall auf den Felsboden unter dem Turm zerbarst. Wenige Meter daneben stand eine Familie mit ihren Kindern und hatte Glück im Unglück, nicht getroffen zu werden.

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Von der Neideck aus konnte man trotz des Regens sogar einige hartgesottene Kajakfahrer auf der Wiesent beobachten. Das Fahren ist aus Naturschutzgründen erst seit dem 1. Mai wieder erlaubt. Bei schönerem Wetter wäre der Ansturm auf die Fränkische Schweiz an diesem Feiertag vermutlich noch viel größer gewesen.

ANDREA SCHROTTENLOHER

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