Dienstag, 22.10.2019

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Unterschriften gegen Raser auf Forchheimer Wiesentstraße

Anwohner-Initiative will die verkehrsberuhigte Zone durchgesetzt wissen - 09.10.2019 07:00 Uhr

Von wegen "verkehrsberuhigte Zone": Allzu häufig wird die Wiesenstraße im sensiblen Bereich zwischen Hundsbrücke und Bamberger Straße zur Rennstrecke. © Philipp Rothenbacher


„Mit Schrittgeschwindigkeit fährt vielleicht einer am Tag“, sagt Gerhard Gutbrod. Als Katharinenspitals-Bewohner mit Balkon kann er den Verkehr, der über das Kopfsteinpflaster rollt, sehen und vor allem hören. „Mit 70 Stundenkilometern brettern manche über die Fahrbahn“. Seit Jahren ist das Problem bekannt.

Zudem muss die Straße als Ausweichroute herhalten, wenn sich der Verkehr auf der Adenauerallee oder Nürnberger Straße staut. Manfred Schade, Inhaber des Buchladens 's Blaue Stäffala, kann das nur bestätigen: „Oft rasen sie schon bei der Hundsbrücke los.“ Das ist nicht nur für Fußgänger gefährlich, weil es keinen ausgewiesenen Gehsteig gibt, die Straße vielmehr einen sehr breiten Eindruck macht und – wie Anwohner bestätigen – Raser diesen Umstand gar für Überholmanöver nutzen.

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Jetzt haben sich Spitalbewohner und Anwohner zu einer Initiative zusammengeschlossen: Mit einer Unterschriftenliste, die fast 80 Autogramme zählt, wollen sie die Stadt zu einer konsequenten Umsetzung der Verkehrsberuhigung bewegen. Verstärkte Überwachung oder bauliche Maßnahmen wie Bremsschwellen schlagen die Unterschreiber beispielsweise vor.

Die anberaumte Listenübergabe an OB Uwe Kirschstein im Spital fiel kurzfristig ins Wasser: Der kam nicht in den Stadtteiltreff, sondern war auf einem anderen Termin – in der Annahme, die Initiatoren würden ihm die Liste in seinem Büro überreichen. „Offenbar ein Missverständnis“, so Schade.

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ppr

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