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Sonntag, 12.07.2020

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Verwahrlost aufgefundene Hündin aus Franken musste eingeschläfert werden

In der Vergangenheit gab es Vorwürfe gegen den Tier-Besitzer aus der Fränkischen Schweiz - 03.06.2020 13:27 Uhr

Das Tierheim hat nun auf seiner Facebook-Seite die traurige Nachricht vermeldet: "Leider müssen wir euch mitteilen, dass unsere Fundhündin, wir nannten sie hier Erna, eingeschläfert werden musste. Wir hatten so sehr gehofft und gebangt und konnten am Ende doch nichts für sie tun. Mach es gut, altes Mädchen!" Auf NN-Nachfrage teilt das Tierheim mit: "Mehrere unabhängige Tierärzte haben aufgrund des massiv schlechten Krankheitsbildes zusammen mit den Veterinäramtern entschieden, dass sie eingeschläfert werden muss." 

Die abgemagerte und verwahrlost wirkende, 13 Jahre alte Hundedame war Mitte Mai von Spaziergängern in einem Waldstück zwischen Bärnfels, Soranger und Graisch in der Nähe von Obertrubach gefunden worden. Mitarbeiter des Tierheims Bayreuth brachten sie zum Notdienst, wo sie eine Infusion und Schmerzmittel erhielt. Sie kam in die Obhut des Tierheims und wurde dort tierärtzlich betreut und intensiv versorgt. 

"Zustand hat sich gebessert"

Zunächst sollte beobachtet werden, wie sich der Zustand der Hündin entwickelt. Wenige Tage später vermeldete das Tierheim auf Facebook, dass die Hündin stark abgemagert und ungepflegt sei und über wenig Muskulatur in den Hinterläufen verfüge. "Auf ihrem rechten Auge ist sie blind. Darüber hinaus ist sie scheinbar auch taub", so das Tierheim. 

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"Unsere Tierärztin stellte heute zudem Probleme mit dem Herzen und einige Tumore fest." Laut dem Veterinäramt Bayreuth waren die Tumore aber nicht lebensbedrohlich. "Ihr Zustand hat sich seit gestern glücklicherweise soweit gebessert, dass sie bereits mit anfänglicher Unterstützung wieder ein wenig laufen kann", gab das Tierheim am 18. Mai bekannt.

Vorwürfe gegen Besitzer in der Vergangenheit

Aufgrund mehrerer Hinweise, die infolge unserer Berichterstattung und einem Facebook-Post des Tierheims dort eingegangen sind, konnte der Hundehalter ermittelt werden: Ein Mann aus dem Umkreis von Bärnfels. Gegen den Hundebesitzer habe es in der Vergangenheit bereits mehrere Beschwerden bezüglich nicht artgerechter Tierhaltung von Hunden, auch von Schafen und Pferden, gegeben, die beim Veterinäramt in Forchheim eingegangen sind.

Das Landratsamt Forchheim bestätigte dies. Das Veterinäramt sei allen Hinweisen nachgegangen. Bei Überprüfungen habe man aber keine Anzeichen auf unsachgemäße Tierhaltung finden können.

Im Fall der gefundenen Hündin überprüft das Veterinäramt in Forchheim nun erneut, wie das Tier gehalten wurde und weshalb es alleine nur unweit seines Zuhauses aufgefunden wurde. Eine aktuelle NN-Nachfrage beim Veterinäramt läuft derzeit.


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