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Vollsperrung in Kersbach und Gosberg: Chaos in Reuth?

Kreisstraßen beziehungsweise Ortsdurchfahrten werden ab Mitte Juli saniert - 27.06.2019 17:34 Uhr

Die Ortsdurchfahrt von Gosberg, hier in Richtung Forchheim gesehen, wird für die Bauarbeiten komplett gesperrt. 335 Meter, die im Landkreis Forchheim eines der meistgenutzten Nadelöhre zwischen der Fränkischen Schweiz und dem Regnitztal sind. © Roland Huber


Alles neu macht der... Juli? Das gilt zumindest für die Hauptverkehrsadern in Gosberg und Kersbach: Die maroden Ortsdurchfahrten – in beiden Fällen ist das die Kreisstraße FO2 – werden erneuert beziehungsweise instandgesetzt. In der jüngsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses des Kreistages erläuterte Kreistiefbauamts-Chef Dieter Els die anstehenden Maßnahmen.

In Gosberg wird demnach die Asphalt-Deckschicht auf Vordermann gebracht, die Entwässerungsrinnen aus Naturstein sollen ausgebaut und durch Granit ersetzt werden. Auch die vorhandenen Straßeneinläufe werden (Els: „soweit erforderlich“) erneuert. Der gesamte 335 Meter lange Fahrbahnbereich der Kersbacher Straße erhält – nach den Fräsarbeiten – Glasfaser-Asphaltgitter und eine neue, vier Zentimeter dicke Deckschicht.

Rund 246.000 Euro kostet die Instandsetzung – erfreulicherweise merklich weniger als vor der Ausschreibung vom Tiefbauamt geschätzt (etwa 313.000 Euro). Frühester Beginn der Maßnahme: 8. Juli. Spätester Fertigstellungstermin: 16. August. Und damit alles glatt über die Bühne gehen kann, wird die Ortsdurchfahrt voll gesperrt.

"Das klingt nach Super-GAU"

„Oh weh“, meinte Gerlinde Kraus (SPD) als sie von der Vollsperrung hörte, „das klingt nach Super-GAU“. Das heiße wohl, dass der Verkehr über Forchheim laufe, fragte sie. Els erwiderte, dass durch die neuen Arbeitsschutzrichtlinien künftig kaum mehr halbseitige Sperrung möglichen seien.

Die Vollsperrungen der Kreisstraßen-Abschnitt in Gosberg und Kersbach © nordbayern.de


Die Umleitung über die Staatsstraße durch Reuth während der rund dreiwöchigen Sperrung „ist mit den Verkehrsbehörden schon im Vorfeld abgesprochen worden“, so der Amtsleiter. Von einem „Super-GAU“ will Els nicht sprechen. „Am ersten Tag der Vollsperrung wird es wohl nicht ganz so funktionieren – bis die Leute sich eben darauf eingestellt haben.“ Und mit Blick auf die anvisierten 20 Bau-Tage: „Es ist ja nicht für ewig“.

Südwestlich von Gosberg stehen, was die Fahrbahnlänge angeht, im gleichen Zeitraum noch umfangreichere Arbeiten an: Die FO2 wird zwischen Kersbach (am Nordzipfel der Gosberger Straße) und der Deponie Gosberg auf 1,4 Kilometer erneuert, mit Abfräsen, Ausbesserung der Ränder und einer frischen Deckschicht. Und ebenfalls im Rahmen einer Vollsperrung. Das schlägt mit etwa 272.000 Euro zu Buche. 15 Arbeitstage sind hier ab Baubeginn anvisiert. Der Verkehr wird in dieser Zeit über die Staatsstraßen und den Kersbacher Kreisel abgefertigt. Gleichzeitig werden die beiden Maßnahmen nach Ansicht von Els nicht stattfinden, weil für beide Arbeiten die gleiche Firma verantwortlich ist.

In der Stadtverwaltung von Forchheim hat man sich vor allem auf die Gosberger Sperrung und das zeitweise Mehr an Verkehr in Reuth schon eingestellt – auch, wenn man „da wenig ändern kann“, wie Straßenverkehrsamts-Leiter Roland Brütting sagt. An den Schaltzeiten der berühmt-berüchtigten Ampel Reuther Straße/Ehernbürgstraße „brauchen wir nicht herumspielen, weil wir sonst den Verkehr auf der B470 lahmlegen würden.“ Brütting sieht das Ganze sehr diplomatisch: Die Stadt ist froh, „wenn wir immer mal wieder über Kreisstraßen umleiten können. Und jetzt ist halt wieder der Kreis dran und leitet über Forchheim um“. 

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