Vom Schlepplift für Senioren bis zur App: Ideen für den Forchheimer Kellerwald

19.10.2020, 17:29 Uhr
Jede Menge kreative, praktische und auch witzige Vorschläge, wie man den Forchheimer Kellerwald attraktiver gestalten könnte, sind bei Bürgermeister Udo Schönfelder (CSU) eingegangen.

Jede Menge kreative, praktische und auch witzige Vorschläge, wie man den Forchheimer Kellerwald attraktiver gestalten könnte, sind bei Bürgermeister Udo Schönfelder (CSU) eingegangen. © Archivfoto: Ralf Rödel

Die Frist dafür endete am Donnerstag und jetzt liegen auf Schönfelders Schreibtisch rund 220 Ideen von 50 Einsendern. "Was mich besonders freut, ist, dass sich auch Personen daran beteiligt haben, die gar nicht in Forchheim wohnen, aber denen der Kellerwald sehr wichtig ist", erklärt Schönfelder dazu. Inzwischen hat sich der Bürgermeister einen ersten Überblick verschafft und die Vorschläge in Kategorien vorsortiert.

Charakter erhalten

Neben dem "Charakter des Kellerwalds", der nach den Wünschen vieler Einsender erhalten bleiben soll, geht es in den Vorschlägen auch um die "Vermeidung von Leerstand bei der Bewirtschaftung". In die Kategorie "Verkehrserschließung des Geländes" fällt die Idee, den Kellerwald mit einer "Bimmelbahn" anzufahren, wie sie etwa auch beim jährlichen "Tag der offenen Brauereien" in der Stadt unterwegs ist.

Die Idee einer "Kellerwald-App" für Smartphones gehört aus Schönfelders Sicht zum Thema "Information und Transparenz". Ebenfalls gewünscht wurde etwa eine kompakte Übersicht, wann welche Keller geöffnet oder geschlossen haben. In die Kategorie "Kinder und Familie" hat er den Vorschlag eingeordnet, einen Naturlehrpfad im Kellerwald einzurichten oder Themenspielplätze für Kinder zu schaffen, etwa eine "Räuberhöhle".

Weitere Ideen beschäftigen sich mit "Sauberkeit und Umwelt" sowie mit der "Toiletten-Situation". "Das hat mich jetzt nicht überrascht", resümiert Schönfelder. Sind doch die zum Teil stark veralteten Sanitäranlagen im Kellerwald ein ärgerliches Dauerthema in der Stadt.

Sicherer mit Zebrastreifen

Die Idee, auf der Unteren Kellerstraße einen Zebrastreifen anzubringen, damit das Überqueren der Straße zwischen den Parkplätzen und dem unteren Eingang zum Kellerwald leichter möglich ist, gehört zum Themengebiet "Sicherheit". Nicht weit davon entfernt: Die Kategorie "Verkehr"; hier wurden Fahrradständer und Ladestationen für E-Autos und E-Bikes angeregt.

Zahlreiche Einsender wünschten sich mehr Veranstaltungen, die im Kellerwald stattfinden, etwa Musikkonzerte, die Wiedereinführung des Bobbycar-Rennens oder Kulturevents. Ebenfalls auf der Wunschliste sind: Eine Kellerwald-Bonuskarte, die Keller übergreifend gilt und mit der man nach mehreren Kellerbesuchen Vergünstigungen bekommen kann.

Alle Ideen sollen jetzt dem Stadtrat vorgelegt werden, so Schönfelder. Eine Jury wählt dann die fünf interessantesten Vorschläge aus. Deren Einsender dürfen auf einen Preis als Belohnung hoffen – welcher das sein wird, steht allerdings noch nicht fest. "Womöglich eine Kellerwald-Bonuskarte", scherzt Schönfelder.

Besonderen Eindruck hat bei ihm die Idee hinterlassen, zwischen den Unteren und den Oberen Kellern eine Art Schlepplift zu bauen, um Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, den Aufstieg zu erleichtern. Ebenfalls nicht unoriginell ist der Vorschlag für eine riesige Kugelbahn im Kellerwald: "Gefälle haben wir dafür bestimmt genug", meint der Bürgermeister. Der sich im Gespräch vom "breiten Spektrum" an Gedanken "sehr beeindruckt" zeigt.

Die Auswahl geeigneter Ideen und deren Umsetzung sei "eine Aufgabe für die Stadt, die wir jetzt angehen werden." Es bleibt also spannend.

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