Warum gehen Sie schon?

17.1.2009, 00:00 Uhr
Rainer Hammerich

Rainer Hammerich © Pfrogner

Herr Hammerich, warum kehren Sie dem Stadtrat Gräfenberg den Rücken?

Rainer Hammerich: Ich habe festgestellt, dass ich überhaupt nicht daran gewöhnt bin, in einer kampfbetonten Atmosphäre zu arbeiten. Und: Ich möchte mich auch in keiner Weise daran gewöhnen - das geht mir zu sehr an die Substanz. Ich bin davon überzeugt, dass ein solches Klima dauerhaft zu Erkrankungen führen kann. Selbst ein Herr Ackermann bekommt irgendwann einen Schwäche-Anfall. Mir ist meine Gesundheit einfach wichtiger . . .

Warum sind Sie überhaupt in die Kommunalpolitik gegangen?

Rainer Hammerich: Ich bin ja unerwartet von Platz 15 der Liste nach vorne gewählt worden. Nach einer Schrecksekunde habe ich mich aber sehr auf meine neue Aufgabe gefreut. Gräfenberg hat so viel Potenzial und ich wollte hier etwas in Bewegung bringen. Zum Beispiel den Bauernmarkt reaktivieren - das wäre sicher ein Erfolg geworden. Natürlich, die Stadt hat kein Geld, aber mit einem kreativen Miteinander könnte man trotzdem enorm viel bewegen. Es hat mich sehr enttäuscht, dass darüber kaum gesprochen wurde.

Was wird aus Ihrem Engagement für die Städtepartnerschaft Gräfenberg-Pringy?

Rainer Hammerich: Das bleibt unverändert. Wir hatten im vergangenen Jahr eine wunderbare 20-Jahr-Feier - und diese Freundschaft zwischen Gräfenberg und Pringy soll weiter gepflegt werden. RURIK SCHNACKIG