Wieder Aufregung ums Wasser

Warum manche Pinzberger mehr fürs Wasser zahlen müssen

15.9.2021, 09:07 Uhr
Ein Bild vom Bau der neuen Wasserleitung zwischen Forchheim und Pinzberg. 

 

Ein Bild vom Bau der neuen Wasserleitung zwischen Forchheim und Pinzberg.    © Stefan Hippel, NN

Diese Ortsteile gehören dem Zweckverband der Ehrenbürggruppe an. Pinzberg selbst verfügt noch über eine eigene Wasser Ver- und Entsorgung für die knapp über 900 Einwohner. Dies führt zu der Tatsache, dass die anfallenden Fixkosten auf weniger Haushalte umgelegt werden. Neben anderen Aspekten hat dies zur Folge, dass deutlich höhere Kalkulationspreise zu Buche schlagen.

Zunächst 3,69 Euro für 1000 Liter, jetzt günstiger

In der Oktobersitzung 2020 wurde festgelegt, dass die Gebühren in kurzfristigen Abständen neu kalkuliert werden, um kein größeres Minus auflaufen zu lassen. Die Überprüfung durch ein externes Büro führte zu einem kalkulierten Preis von 3,69 Euro für den Kubikmeter. Auf Anregung von Bürgermeisterin Elisabeth Simmerlein wurde die Überprüfung der kalkulatorischen Positionen, die eigentlich im kommenden Jahr anstehen würde, vorgezogen. Dies führte zu einem neuen Wasserpreis von 3,19 Euro pro Kubikmeter.

Zum Vergleich: Die Ortsteile bezahlen im Zweckverband 1,76 Euro. „Über den hohen Preis im Hauptort ist niemand glücklich, wir dürfen aber die Augen nicht vor den Tatsachen verschließen“, ermahnte Geschäftsleiter Matthias Zeissner. Im Nachgang zur Sitzung sprach die Bürgermeisterin von einem Kompromiss, der noch vertretbar ist.

Analog verhält es sich beim Abwasser. Hier wurde eine Gebühr von 3,02 Euro für die Entsorgung von 75.000 Kubikmetern kalkulatorisch errechnet. Durch die vorgesehene Vorziehung einer Neukalkulation (ohne Blick auf die Vergangenheit) wurden 2,82 Euro ermittelt. „Wir müssen uns aber überlegen, ob dies in Zukunft so weitergehen soll“, so Simmerlein.

Es stehen im Hauptort einige Sanierungsarbeiten am Leitungssystem an, denn im Rahmen der Dorfsanierung wurden primär die Leitungen an der Hauptstraße saniert. „Wir sollten daher die Bürger mit ins Boot nehmen. Sie sollen entscheiden, ob sich Pinzberg weiterhin eine eigene Wasserver- und Entsorgung leisten will“, sagte die Bürgermeisterin im Nachgang gegenüber den Nordbayerischen Nachrichten. Vorerst gelten aber ab dem 1. Oktober die neuen Preise.

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