Zusammenarbeit belohnt

Wassererlebnis in der Fränkischen Schweiz geplant

18.9.2021, 18:02 Uhr
Wasser ist allgegenwärtig in der Fränkischen Schweiz. Alleine schon mit und wegen der Wiesent. 

 

Wasser ist allgegenwärtig in der Fränkischen Schweiz. Alleine schon mit und wegen der Wiesent.    © Norbert Haselbauer, NN

In Kleingesee fand eine gemeinsame Gemeinderatssitzung der Gemeinderäte Gößweinstein, Obertrubach und Egloffstein statt, um die Mitgliedschaft in der Ile zu verlängern. Gekommen dazu war auch ILE-Geschäftsführer Michael Breitenfelder, der über die Erfolge des interkommunalen Zusammenschlusses informierte.

Zunächst wurde jedoch Michael Giesche aus Egloffstein, der die Idee für die inzwischen umgesetzte Bikeschaukel hatte, mit einem Fahrradtrikot und einem Präsent gedankt. Der begeisterte Mountainbiker hatte dieses Projekt nicht nur initiiert, sondern auch bis zur Verwirklichung mit Rat und Tat begleitet.

Der ILE–Geschäftsführer stellte im weiteren Verlauf die wesentlichen Projekte der integrierten ländlichen Entwicklung vor. Im Bereich Landwirtschaft und Landschaft ging er näher auf das Kernwegekonzept ein, das für die Region vorliegt. Mit dem Ausbau eines grobmaschigen Wegenetzes soll die Region für die landwirtschaftlichen Verkehre bestmöglich erschlossen werden. Bemerkenswert dabei sei, dass ausschließlich auf bestehenden Wegen der Ausbau erfolgt. Der Ausbau ist über einen Zeitraum von 25 Jahren geplant.

In der Fränkischen Schweiz ist ein Wassererlebnis geplant

Breitenfelder stellte das Projekt „Wassererlebnis Fränkische Schweiz“ vor. Dabei geht es um die Betrachtung des Elements Wasser unter verschiedenen Blickwinkeln. Die Region biete hierbei sehr viel Potenzial. Neben den Quellen und Flussläufen, die touristisch von Bedeutung sind, sind etwa in Egloffstein Themen wie Wassertechnik und Nutzung der Wasserkraft Gegenstand der Betrachtung. Aber auch die Herausforderungen der Bodenerosion durch Niederschläge werden in dem Konzept aufgegriffen.

Für den Projektbereich Naherholung und Tourismus stellte Breitenfelder ein aktuelles Top-Projekt vor. Die Bikeschaukel Fränkische Schweiz ist ein Lenkungskonzept für Mountainbiker in der Region. Die Besonderheit dabei ist die Vorgehensweise. In umfangreichen Gesprächsrunden wurden alle Akteure vor Ort in den Entwicklungsprozess einbezogen. Durch die Abstimmung mit dem Naturschutz, den Land- und Forstwörtern, den Jägern, den Touristikern und den Bikern selbst, ist es letztendlich gelungen, ein konsensorientiertes Wegekonzept in der Region umzusetzen. Unter www.bikeschaukel.de sind sämtliche Informationen und Streckenangebote abrufbar.

Im Bereich Wirtschaft kümmert sich die interkommunale Kooperation seit Beginn an um die Ausbildungsmöglichkeiten in der Region. Breitenfelder erläutert, dass mit der Information junger Menschen über deren berufliche Möglichkeiten in ihrer Heimatregion das Ziel verfolgt wird, ausbildungs- und später berufsbedingte Abwanderung zu vermindern.

Seit 2020 können in den Gemeinden Kleinprojekte durch ein eigenes ILE-Budget, das so genannte Regionalbudget, gefördert werden. Mit einer Unterstützung von bis zu 10.000 Euro können so kleinere Maßnahmen schnell und unkompliziert unterstützt werden. Im letzten Jahr wurden dadurch 19 Projekte mit einer Gesamtinvestition von über 154.000 Euro in der Region mit rund 87.000 Euro unterstützt. Im aktuellen Jahr Befinden sich 15 Projekte in der Umsetzung.

Die vorgestellten Projekte zeigten, wie wichtig die Zusammenarbeit der Kommunen für die Regionalentwicklung ist. In vielen Fällen wäre es den einzelnen Gemeinden nicht möglich, Projekte umzusetzen oder Förderungen für Vorhaben zu erhalten. Auch appellierte Breitenfelder an die anwesenden Ratsmitglieder, sich aktiv und intensiv in den Prozess der integrierten ländlichen Entwicklung einzubringen.

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