Weg von der Spielekonsole und rauf aufs Radl

21.3.2013, 09:24 Uhr
Eine „Downhill-Gruppe“ jugendlicher Mountainbike-Fahrer soll jetzt auch in Forchheim aufgebaut werden.

© Hitschfel Eine „Downhill-Gruppe“ jugendlicher Mountainbike-Fahrer soll jetzt auch in Forchheim aufgebaut werden.

„Wer sich bewegt ist einfach besser drauf“, weiß Sandra Lindner (30) vom „1. Radsportverein Forchheim“ aus eigener Erfahrung. Deswegen hat die Trainerin jetzt gemeinsam mit ihren Vereinskollegen Sabrina Galster und Andreas Zapf den Entschluss gefasst, eine eigene Cross-Country-/Mountainbike-Jugendgruppe U15 ins Leben zu rufen. Ihr Ziel: „Die Kinder und Jugendlichen für die Natur und für das Fahrradfahren zu begeistern und daheim vor der Spielekonsole wegzuholen“.

Dabei setzt Lindner auf das Konzept des „langfristigen Leistungsaufbaus“; dahinter steckt System, wie sie verrät. „Der langfristige Leistungsaufbau ist ein zielbestimmt gesteuerter Entwicklungsprozess der sportlichen Leistungsfähigkeit und der Leistungsbereitschaft vom Beginn des leistungssportlichen Trainings bis zum Erreichen sportlicher Höchstleistungen“, weiß die lizenzierte C-Trainerin.

Grundlagen vertiefen

Einer allgemeinen Grundausbildung (Kinder bis 10), folgt ein Grundlagentraining (Schüler zwischen 10 und 14), danach ein Aufbautraining für Jugendliche zwischen 15 und 16. Nach dem Anschlusstraining (Junioren/Juniorinnen zwischen 17 und 18 Jahren) folgt das Hochleistungstraining für Damen und Herren ab 19 Jahren. Das System baut leistungssportlich aufeinander auf. „Im Grundlagentraining wollen wir die Bereitschaft zum regelmäßigen Training entwickeln, sowie grundlegende technische Fertigkeiten vertiefen“, erklärt Lindner. Im Aufbautraining sollen die Nachwuchssportler dann an eine ständig steigende Trainingsbelastung gewöhnt werden.

Außerdem wird auch an der Weiterentwicklung der Sporttechnik, sowie an Ausprägung der Belastungsverträglichkeit, sowie an der Umsetzung einer sportgerechten Lebensweise gearbeitet. „Wir wollen einfach Jugendlichen zeigen, dass Fahrradfahren Spaß macht und nicht nur ein Seniorensport ist“, erzählt die Trainerin. Und weiter: „Natürlich wollen wir durch die Gründung der Gruppe auch Nachwuchs in den Radsportverein bringen“.

Sandra und ihr Team haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Radsport in Forchheim und Umgebung bekannter zu machen. Trainiert werden soll jeden Donnerstag jeweils zwei Stunden. „Wir werden anfänglich zu 70 Prozent Straße fahren, so dass die Ausdauer trainiert wird und dann geht es aber auch immer wieder ins Gelände.“

Auf einen Aspekt legt die Trainerin großen Wert: „Faires Fahren gegenüber Natur und Umwelt“. Besonders im Wald sei große Rücksicht auf andere Erholung suchende Mitmenschen zu nehmen, sagt sie. „Langsames annähern und freundliches Grüßen sind dabei ein Gebot der Höflichkeit.“

Technisch einwandfreie Räder und das Einhalten der gekennzeichneten Wege stellen ein unabdingbares Muss dar. Ein Ziel hat das Team bereits fest im Visier: Ende September findet in Neustadt/Aisch die „8. Mountain-Bike-Tour“ des dortigen RC 88 statt. Bis dahin will das Team die Kinder und Jugendlichen für die Teilnahme an der nicht ganz einfachen Country-Tourfahrt fit machen. Das Training ist so abgestimmt, dass dann die Streckendistanz von 50 Kilometern gemeistert werden kann.

Gesucht werden für die neue Cross-Country-(Mountainbike)-Jugendgruppe Jugendliche zwischen neun und 15 Jahren. Geplant sind abwechslungsreiche Trainingsfahrten, Trainingswochenenden und Ausflüge. Das Motto der Forchheimer „Downhill Bikers“ lautet: „Spaß an der Bewegung“.

Wer jetzt aber glaubt, dabei geht es nur um das Fahrradfahren, der irrt. „Es geht uns auch um die allgemein athletische Ausbildung wie Basketball oder Klettern oder vieles mehr.“ Voraussetzung für die Teilnahme ist das Mindestalter, ein geländegängiges Fahrrad, Schutzbrille und Helm. Am Samstag lädt der Radsportverein zu einem ausführlichen Infoabend um 17 Uhr in das Sportheim Burk ein. Eltern und interessierte Kinder und Jugendliche sind herzlich eingeladen.

Mehr Informationen unter Telefon (09191) 9757422 oder Sandra.Lindner@fau.de

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