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"Weihnachtsgrüße aus aller Welt": Musikalische Freuden

Bekannte Weihnachtslieder in Dudelsack-Variationen - 07.12.2014 22:00 Uhr

Der Golden Gospel Chor mit Frontmann Oliver Schott setzte wieder besondere Akzente auf dem Weihnachtsmarkt.


„Siehst du, er hat gar nicht geschimpft“, sagt der vierjährige Ben etwas hämisch und gleichzeitig erleichtert und zeigt Mutter Nadine und Vater Bernd stolz den Schokoladennikolaus, den er gerade aus den Händen des Nikolauses am Forchheimer Weihnachtsmarkt erhalten hat. „Wahrscheinlich hat der Nikolaus nur sein Schwarzes Buch vergessen, weil da steht ja einiges über dich drinnen“, neckt ihn seine Mutter.

„Aber ich steh auch im Goldenen Buch und das hat er auch nicht dabei gehabt“, kontert der Nachwuchs, während Vater Bernd seinem Sohn lächelnd über den Kopf streichelt. Der Nikolaus (Eberhard Heiser schlüpfte in diese Rolle) hatte gemeinsam mit seinen Engelchen an diesem Abend wirklich alle Hände voll zu tun, denn zahlreiche Kinder kamen mit ihren Eltern, um den Nikolaus zu sehen und sich einen der Schokoladennikoläuse abzuholen.

Am zweiten Adventssamstag war am Weihnachtsmarkt wieder einiges geboten. Diesmal stand die Aktion „Weihnachtsgrüße aus aller Welt“ auf dem Programm. Vor und auf der Bühne waren die Nordbayerischen Nachrichten zudem mit einem ganz speziellen Weihnachtsprogramm vertreten. Mit dabei war auf der Bühne vor dem Adventskalender diesmal die Glen Regnitz Pipe Band mit ihrem „Pipe Major“ Horst Blank.

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"Weihnachtsgrüße aus aller Welt": Besinnliches in Forchheim

Auch am zweiten Adventssonntag war der Forchheimer Weihnachtsmarkt ein lohnendes Ziel. Etwa wegen dem wohl schönsten Adventskalender der Region oder den zahlreichen Sonderaktionen am Sonntag. Besonders beliebt: "Weihnachtsgrüße aus aller Welt" - mit besinnlichen Dudelsäcken.


Die fränkischen Dudelsack-Spieler hinterließen bei den zahlreichen Besuchern des Weihnachtsmarktes einen großen Eindruck, vor allem wie sie auf Dudelsack und Trommel Weihnachtslieder wie „Jingle Bells“, „Stille Nacht, heilige Nacht“ und Co. spielten. Das war für viele Besucher eine erstmals gehörte zwar eigenwillige, aber durchaus interessante Musikkreation.

Klangvolle Version

Sehr klangvoll hörte sich auch das bekannte „Amazing Grace“ in Dudelsack-Version an. Gegründet hat sich die Glen Regnitz Pipe Band im Übrigen 2008 in Schlaifhausen. Der Name wurde gewählt, da die Bandmitglieder größtenteils aus der Region entlang der Regnitz kommen.

Kindergesang gab es gleich mehrfach an diesem Nachmittag. Den Anfang machte der rund 80-köpfige Kinderchor des Kinderhauses Sankt Josef Buckenhofen, der mit schönen Liedern erfreute. Unter anderem forderten die Kinder mit „Weihnachten steht vor der Tür“ die Besucher auf, mitzusingen und mitzutanzen.

Höhepunkt des Weihnachtsprogrammes an diesem Samstag auf der Bühne war, wie auch in den Vorjahren, der Auftritt von Oliver Schott und seinem Golden Gospel Chor. Frontmann Oliver Schott setzte mit seiner sonoren Stimme Akzente und spornte so seinen Chor zu wahren Höchstleistungen an. Neben weltweit bekannten Liedern sang der Chor aber auch weniger gängige Melodien.

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Auch vor der Bühne war so einiges geboten: So konnte man sich beispielsweise einen ganz besonderen Wunsch erfüllen, nämlich einmal auf der Titelseite der Nordbayerischen Nachrichten als Stargast zu erscheinen. Wer wollte, konnte sich neben dem voluminösen Weihnachtsbaum am nostalgischen VW-Bulli der Nordbayerischen Nachrichten fotografieren lassen.

Das Digitalfoto wurde dann per Datenleitung direkt auf das Titelblatt unter die Überschrift „Stargäste“ am Forchheimer Weihnachtsmarkt gepostet. Die Titelseite konnte man sich dann natürlich in Farbe ausdrucken lassen und als Erinnerung an einen ganz besonderen Weihnachtsmarktbesuch mit nach Hause nehmen.

Kunst im Rathaussaal

Auch sonst gab es einiges Interessantes in der Weihnachtsstadt zu sehen. So fand inzwischen zum 20. Mal die Ausstellung „Kunst im Rathaus“ statt. Initiator Klemens Wuttke erinnert sich noch genau an die Anfänge dieser Aktion. „Eigentlich war das Konzept für Nürnberg ausgearbeitet“, so Wuttke. „Wir waren natürlich erfreut, als wir die Anfrage bekamen, ob wir mit dem Konzept nicht auch nach Forchheim kommen würden.“

Die ersten drei Jahre fand die Ausstellung in den Rathaushallen statt. „Danach hatten wir das Angebot bekommen, in den Rathaussaal umzuziehen, was wir natürlich dankbar angenommen haben“, erzählt der Künstler. Erst organisierte Wuttke die Ausstellung alleine, fünf Jahre später stieg Marit Budschigk in die Organisation mit ein.

Auch in diesem Jahr war wieder ein großes Spektrum der verschiedensten Kunsttechniken im Rathaussaal vertreten. Unter der Rubrik „Malerei & Zeichnung“ stellten Werner Baur, Inga Graff, Gerhard Hacker, Helga Herrle, Roswitha Kraus, Wolfgang Schmidt und Klemens Wuttke ihre Kunstwerke zur Schau. Walter Keltsch zeigte, wie vielsagend Collagen sein können, Marit Budschigk führte Kunstinteressierte in die Technik der Kalligrafie ein. Des Weiteren beteiligten sich Emile Mondon (Skulpturen), Christine Keilitz (Porzellan), Angela Börnicke (Keramik) und Ruth Koch (Textiles) an der Kunstausstellung.

In einem hat sich das ursprüngliche Konzept der Ausstellungsreihe „Kunst im Rathaus“ aber doch verändert. „Ursprünglich war angedacht, dass sich die Künstlerinnen und Künstler im Rahmen der Ausstellung von den Besuchern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen lassen“, so Wuttke. Doch leider sei dies – auch weil die Künstler oft nur allein an ihrem Stand stehen – aus praktischen Gründen nicht mehr möglich, erläutert er. Der Innenhof der Kaiserpfalz war an diesem Wochenende zusätzlich belebt. Dort stellten Hobbykünstler aus der Region ihre Produkte aus. 

ALEXANDER HITSCHFEL (Text) UND ROLAND HUBER (Fotos)

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