Wenig Geschäfte, treue Kunden: So lebendig ist Pinzbergs Dorfkern

16.5.2021, 17:48 Uhr
Friseurmeisterin Johanna Albrecht.

Friseurmeisterin Johanna Albrecht.

Seit 500 Jahren führt die Familie Greif einen Hof in Pinzberg. Seit 2001 führt Hermann Greif das Familienunternehmen. "Als Land- und Energiewirt bewirtschafte ich sehr oft Felder, die in einem Straßendorf wie Pinzberg in unmittelbarer Nachbarschaft zu vielen Bewohnern liegen. Die Nähe zu den Mitmenschen, beim Beruf und in der Freizeit, auf dem Schlepper oder in den Vereinen, trägt zu einem positiven, abwechslungsreichen Arbeitsalltag bei. In meinem Beruf, aber auch im Ehrenamt, sitze ich leider oft vor dem Computer. Hier wäre ein schnelles Glasfaserkabel bis in das Büro wünschenswert. Noch wichtiger sind im digitalen Zeitalter stabile Verbindungen vom Arbeitsplatz bis auf den Acker."

Zum "Schrüfer" gehen Generationen von Pinzbergern und Auswärtige gerne zum Essen. "Wir sind ein Landgasthof mit lokaler Küche" sagt Jutta Seitz, "zudem aber auch Vereinslokal und unser Stammtisch darf hoffentlich bald wieder kommen". Sie schätzt "die perfekte Lage und das Miteinander im Dorf. Die Coronakrise hat es uns gezeigt: der Zusammenhalt und die Unterstützung der ganzen Gemeinde ist großartig."


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In vierter Generation führt Johanna Albrecht den Friseursalon Kreller. "Da es bei uns im Ort so gut wie keine Laufkundschaft gibt, sind wir auf unsere Stammkunden angewiesen. Im Laufe der Jahrzehnte haben wir uns einen Kundenstamm aufgebaut, zu dem wir ein schon fast freundschaftliches Verhältnis pflegen. Sehr viele unserer treuen Kunden kommen auch von außen", sagt die Friseurmeisterin. Was ihr in ihrem Heimatort fehlt, "das ist mehr Augenmerk auf den Schulweg, zum Beispiel eine Fußgängerampel für die Schüler. Im Einfahrtsbereich Keilbrunnen ist es ziemlich gefährlich."

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