Montag, 27.01.2020

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WEU in Egloffstein stellt sich für die Kommunalwahl 2020 auf

Die Sanierung des Freibads und des Marktplatzes stehen im Fokus - 08.12.2019 17:58 Uhr

Die Bewerber der WEU um ein Gemeinderatsmandat. Nur eine Frau ist vertreten, dafür liegt das Alter der allermeisten Bewerber unter 52 Jahren. © Foto: Reinhard Löwisch


Auch die Wählergemeinschaft Egloffstein und Umgebung (WEU) hat keinen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt – so dass bisher noch kein Gegenkandidat zu Stefan Förtsch in Sicht ist. Sehr flott und professionell vorbereitet verlief die Nominierungsversammlung der WEU, früher als "Meier-Partei" bekannt, weil sie von Altbürgermeister Christian Meier initiiert worden ist.

Moderiert von Wahl- und Versammlungsleiter Alfred Ledig sowie dem Gemeinderat Günter Polster zeigte sich: Die Listen und die Reihenfolge lagen fest und zur Abstimmung bereit. 14 Bewerber plus zwei Reserveleute hat die Gruppierung aufgestellt, wobei die ersten sieben Bewerber auf der Liste dreifach und die zweiten sieben Bewerber nur je einfach gezählt werden sollen, so dass insgesamt 28 Bewerber zusammenkommen. Mit den neuen Wahlvorgaben gilt es "möglichst viele Stimmen zu gewinnen, so Polster.

Freibadsanierung und Ausbau des Kindergartens

Das Wahlprogramm soll im Januar der Öffentlichkeit präsentiert werden. Auf der Agenda steht neben der Freibadsanierung und der Sanierung des Marktplatzes über ISEK der Anbau des Kindergartens, machte Polster deutlich. "Wir müssen schauen, dass wir das billiger hinkriegen als die 3,8 Millionen Euro, die im Raum stehen." Die jüngste Bürgerversammlung habe gezeigt, dass das Thema hochemotional behandelt werde, so Polster weiter.

Es gebe drei Felder, die bearbeitet werden müssten, meinte Gemeinderat Christian Hopfengärtner: 1. Die Schule als Alternative genauer unter die Lupe zu nehmen. 2. Einen anderen Architekten suchen, der preiswerte Alternativen aufzeigt und 3. den bestehenden Plan nochmal zu überarbeiten und nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Derzeit sei noch nicht einmal bekannt, wie hoch die Förderung ausfalle. Die Regierung habe sich noch nicht geäußert.

Neue Stützmauern

Achim Wirth, der dritte Gemeinderat, den die WEU bisher stellt, ist dagegen, die Sanierung des Paradiesweges und der Rabensteinstraße über Erschließungskosten zu finanzieren. "Wir haben das bei anderen Wegen auch nicht gemacht. Da wäre es unfair, jetzt damit anzufangen", meinte Wirth, der außerdem sagte, es reiche aus, die Wege neu zu teeren anstatt sie komplett neu zu bauen.

Als drittes wichtiges Thema sehen die WEU-Leute die Herstellung neuer Stützmauern im Altort an, die laut Polster "in Zukunft einen großen Brocken ausmachen werden". Auch hier wehrt man sich dagegen, mit riesigem Bürokratieaufwand teure Bauwerke zu schaffen, wie am Hang bei der Badstraße. Nach seiner Meinung ist es ausreichend, auf die Erfahrungen der Bauleute zu setzen. "Dann gibt es zwar keinen Zuschuss, aber wir können viel billiger bauen" ist sich Polster sicher.

Zum Schluss bedankte sich Polster beim ausscheidenden Gemeinderat Georg Porisch, der für die WEU 24 Jahre lang im Gemeinderat saß und nicht mehr antritt. "Er hat die Entwicklung Egloffsteins maßgeblich mit beeinflusst und er ist deshalb für uns ein Vorbild", sagte Polster.

Folgende Personen bewerben sich für die WEU um ein Amt des Gemeinderates und wurden nominiert:

1. Günter Polster, 2. Joachim Wirth, 3. Christian Hopfengärtner, 4. Jörg Porisch (Sohn des ausgeschiedenen Gemeinderates), 5. Anna-Lena Klinger, 6. Jakob Schäfer, 7. Andreas Ledig, 8. Thomas Held, 9. Matthias Wirth, 10. Christian Deinlein, 11. Alex Lauterbach, 12. Stefan Heck, 13. Jürgen Maier, 14. Sebastian Buckl.

Als Ersatzleute sind Michael Wirth und Bastian Spörl aufgestellt. Polster ist stolz darauf, dass er mit 52 Jahren der älteste Bewerber um ein Gemeinderatsamt ist.

 

REINHARD LÖWISCH

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