Dienstag, 22.10.2019

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"World Beer Award": Fränkische Brauereien räumen ab

Annafest-Bier und das Smoky George sind bei weltweitem Wettbewerb erfolgreich - 27.08.2019 15:22 Uhr

Das Bier aus der Fränkischen Schweiz - hier von der Forchheimer Brauerei Greif - schmecken lassen, hat sich auch die internationale Jury. © Ralf Rödel


Zweimal gab es Gold für Greif (fürs Capitulare, dunkles Weizen), zweimal Silber (helles Weizen, Greif Hell) und dreimal Bronze (Leichtbier, Schlöbberla und fürs Annafestbier). Insgesamt acht Biere hat Schuster für den Wettbewerb eingeschickt. "Für mich ein Beweis, dass unser Bier noch immer sehr gut ist." Die Brauerei Greif hat zum wiederholten Mal auf internationaler Ebene Preise nach Forchheim geholt. Das passt zum dortigen Walk-of-Beer.

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Auch die Biere des Hallerndorfer Brauereimeisters Georg Rittmayer können als erfolgsverwöhnt bezeichnet werden. Beim diesjährigen Wettbewerb stand die Brauerei dreimal mit Gold (Smoky George, Rauchbier und Hefeweizen) und einmal mit Bronze (Kellerbier) auf dem Siegertreppchen. "Das bestätigt uns, dass wir ganz vorne mit dabei sind", sagt Rittmayer. Das treffe auch abseits großer Wettbewerbe zu.

Regionale Biere sind im Trend

Braumeister Georg Rittmayer in seinen heiligen Hallen in Hallerndorf. © Rebecca Rittmayer


Kleine Brauereien seien beim Trinkgenuss gefragt. "Regionalität liegt absolut im Trend", sagt Rittmayer. "Die Transportwege zum Kunden sind kurz, das Bier bleibt frisch und hat eine bessere Qualität als wenn es einmal quer durch das Land geschickt wird", sagt Rittmayer, der seit Oktober Präsident der Privaten Brauereien in Bayern ist.

Rekordverdächtig erfolgreich: Christian (Junior) und Christian (Senior) Schuster von der Brauerei Greif. © Roland Huber


Ein aus seiner Sicht wichtiges Qualitätsmerkmal guter Biere sei, so Greif-Juniorchef Schuster, dass ein Bier jederzeit trinkbar sein muss. "Eine Zeit lang sind Craft-Biere gehypt worden, doch nach dem ersten Schluck ist der Geschmack weg." Und: "Ein Bier muss zu seiner Beschreibung passen." Wo hell auf dem Etikett stehe, müsse auch hell drin sein.

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Beim World Beer Award zeichnet die Jury Biere und Flaschen in neun Geschmacks- und fünf Design-Kategorien aus. Zunächst findet in vier Ländern (Brasilien, Kanada, USA und Deutschland) ein Vorentscheid statt, alle anderen teilnehmenden Länder werden zentral in Großbritannien getestet – dort geht es in London in die zweite Runde. In dieser treten die besten Biere aus den Ländern gegeneinander an. Wer sich im Mund der Jury, bestehend aus Biersommeliers, behauptet, erhält eine Medaille. Für die Teilnahme am Wettbewerb müssen Brauereien zwölf Halbliter-Flaschen an die Jury versenden. Am 19. September findet in London die offizielle Preisverleihung statt.

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