Zwei Alternativen geprüft: Wohin kommt der Mast?

14.4.2021, 16:41 Uhr
Auf der Karte von Wiesenthau zeigte sich, welcher der beiden Mast-Standorte die geringeren Auswirkungen hat.

Auf der Karte von Wiesenthau zeigte sich, welcher der beiden Mast-Standorte die geringeren Auswirkungen hat. © Repro: Carmen Schwind

Weisel war jedoch der Ansicht, dass das Thema als solches für die Bürger wichtig sei. Deshalb erklärte der Bürgermeister, dass Flächen von Immobilieneigentümern erfasst werden sollen – als Basis für richtige Beitragsbemessungen. Weisels Antrag wurde vom Gremium abgelehnt. Auf spätere Nachfrage erklärte Drummer, dass eine Firma beauftragt werden sollte, Grundstücke und Geschossflächen auszumessen, zum Beispiel, wenn nachträglich ein Geschoss ausgebaut worden ist und dies bisher noch nicht gemeldet wurde.

Diese Maßnahme soll nicht während des aktuellen Lockdowns durchgeführt werden. Außerdem sollen die Bürger vorher informiert werden, dass ein von der Gemeinde Beauftragter ihren Besitz betreten will.

Zudem stellte Bernd Drummer kurz das Ergebnis der Untersuchung der rechnerischen Prognose der zu erwartenden Immissionswerte für zwei unterschiedliche Standortalternativen für einen Mobilfunkmast im Ort vor. Diese hatte der Sachverständige für das Fachgebiet Elektromagnetische Umweltverträglichkeit Matthias Wuschek erstellt. Darin sollten die Immissionen für zwei Standortalternativen ermittelt und verglichen werden. Die erste Alternative ist ein Dach eines landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäudes in der Hauptstraße in Wiesenthau. Die zweite Alternative ein Grundstück an der Langenlohe. Der Bürgermeister hatte für die Untersuchung Punkte wie die Grundschule, den Parkplatz am Rathaus, das Schloss, den Kindergarten, den Spielplatz oder Grundstücke in der Langenlohe oder Schlaifhausen vorgegeben. Berechnet wurden die Immissionen, die von den beiden Standortalternativen ausgehen und an den vorgegebenen Punkten in Höhe von 1,5 und vier Metern ankommen.

Zweite Alternative vorzuziehen

Die Ergebnisse zeigte der Bürgermeister auf einer Grafik auf. Hierauf war zu erkennen, dass die zweite Alternative prozentual immer unter der ersten liegt. "Das sagt, dass die zweite Alternative vorzuziehen ist", fasste Drummer zusammen und verwies darauf, dass das Untersuchungsergebnis auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht wurde.

Eine Besucherin war Lisa Kindschus, die in der Langenlohe wohnt. Sie hatte am Wochenende Freunde und Bekannte an diesen Standort zu einer Linde eingeladen. Außerdem hatte sie alle aufgefordert, die Linde zu schmücken. Nach der Sitzung erzählte sie, dass das kein Protest sein sollte: "Ich wollte diesen wunderbaren Ort einfach würdigen. Gerade während Corona kam ich oft hier hin, denn der Blick ist so weit und man kann tief durchatmen und sich wohl fühlen."

Der Platz sei ein Schatz, um sich hinzusetzen und zu entspannen, "aber wer setzt sich schon unter so einen Mast, der auch noch der Gesundheit schadet", fragte sie.

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