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"Franken", Piraten und ÖDP im Bezirkstag

FDP musste auch hier stark einbüßen - CSU holt alle Direktmandate - 17.09.2013 18:51 Uhr

Auch bei den Bezirkstagswahlen liegt die CSU vorn. © dpa


Alle zwölf Direktmandate für den mittelfränkischen Bezirkstag gehen an die CSU. Das ist nicht wirklich überraschend. Bemerkenswerter ist indes, dass der Bezirkstag von eigentlich 24 auf 30 Mandate wächst.

Das liegt zum einen daran, dass es im Gegensatz zum Landtag für die Bezirkstage keine Fünf-Prozent-Hürde gibt. Das gibt auch Parteien mit relativ wenig Stimmen eine Chance. So wird die Partei für Franken (oder: die Franken), die auf 2,80 Prozent der Stimmen kam, ein Mandat innehaben.

Zum anderen wächst der Bezirkstag, weil die CSU mit zwölf direkt gewonnenen Stimmkreisen drei Mandate im Bezirkstag mehr bekommt, als ihr nach Wählerstimmen (38,98 Prozent, knapp ein Prozent weniger als 2008) zustehen – dies wird nämlich ausgeglichen. SPD (sieben Sitze bei 24,1 Prozent, plus 0,4), Grüne (drei bei 10,2, plus 0,5) und ÖDP (ein Sitz bei 1,75) erhalten je ein Ausgleichsmandat. Zudem bekommen die Linke (3,3, minus 1,7) und die FDP (3,2, minus 3,3) wieder je ein Mandat.

Ganz eng wurde es im Stimmkreis Nürnberger Land. Dort trat FW-Landrat Armin Kroder zur Bezirkstagswahl an – und vereinigte prompt 28,8 Prozent der Erststimmen auf sich. CSU-Kandidat Bernd Eckstein kam auf 31,1 Prozent – knapp, aber genug für das Direktmandat. Kroder wird aber auf jeden Fall über die Liste in den Bezirkstag einziehen; die FW bekommen drei Sitze.

Die Ergebnisse der CSU-Direktkandidaten: Der Stimmkreis Ansbach-Nord ging an Herbert Lindörfer (39,6), Erlangen-Höchstadt an Ute Salzner (39,2), Erlangen-Stadt an Max Hubmann (35,9), Fürth an Michael Maderer (37,5), Neustadt/Aisch-Bad Windsheim/Fürth-Land an Marco Kistner (42,5) und Roth an Ernst Schuster (39,4).

Relativ knapp wurde es für Catrin Seel im Stimmkreis Nürnberg-Nord. Seel verbuchte 33,5 Prozent der Erststimmen für sich, Horst Krömker (SPD) 27,6 Prozent. In Nürnberg-Ost lag Barbara Titzsch vorne (34,9), in Nürnberg-West Bezirkstagspräsident Richard Bartsch (38,3), in Nürnberg-Süd Peter Daniel Forster (39,1).

Das beste CSU-Erststimmenergebnis erreichte Alexander Küßwetter im ländlichen Stimmkreis Ansbach-Süd/Weißenburg-Gunzenhausen mit 44,2 Prozent. SPD-Kontrahentin Christa Naaß, die aus dem Landtag in den Bezirkstag wechselt, schaffte 24,6 Prozent.

Oberpfalz: Nach den bislang vorliegenden Ergebnissen gehen sieben der acht Direktmandate an die CSU. Insgesamt liegen CSU bei 49, SPD bei knapp 20, Freie Wähler bei 13, Grüne bei 5,4 und FDP bei 1,8 Prozent.

Oberfranken: Hier hat die CSU alle acht Direktmandate gewonnen. Das beste Ergebnis erzielte der bisherige Bezirkstagspräsident Günther Denzler (CSU) mit 48,93 Prozent der Erststimmen im Stimmkreis Bamberg-Land.

Oberbayern: Es zeichnet sich ein klarer Sieg der CSU ab. Nach Auszählung von 17 der 30 Stimmkreise liegen die Christsozialen mit 48 Prozent der Gesamtstimmen weit vorn, die SPD muss sich mit gut 15 Prozent begnügen.

Niederbayern: Hier hat die CSU die Wahl gewonnen. Für die absolute Mehrheit der Sitze reichte es allerdings nicht. Nach dem vorläufigen Endergebnis erhält die CSU 9 der 18 Sitze

Unterfranken: Die CSU hat dazugewonnen, die absolute Mehrheit aber verpasst. Die Christsozialen kamen auf 46,2 Prozent der Gesamtstimmen, 5 Punkte mehr als 2008. Dem vorläufigen Endergebnis zufolge stellt die CSU künftig 9 der 20 Bezirksräte.

Schwaben: Das Ergebnis wird wohl erst am Mittwoch vorliegen. 

So/dpa

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