Landwirte wehren sich gegen zugezogene Städter

Fränkischer Bauer ruft bei Aiwanger an: Jetzt soll Güllegeruch per Gesetz geschützt werden

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 31.08.16..FOTO: Michael Matejka ..MOTIV: Mitarbeiterporträt: Martin Müller..ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Martin Müller

Redaktion Metropolregion Nürnberg und Bayern

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1.9.2022, 14:40 Uhr

© Philipp Schulze/dpa

"Es gibt Landwirte in Franken, die wissen, dass sie jedes Mal, wenn sie Gülle ausfahren, ein bis zwei Anzeigen bekommen oder dass ihnen der Vogel gezeigt wird, wenn sie Pflanzenschutzmittel ausbringen", erzählt Wilhelm Böhmer, Direktor des Bayerischen Bauernverbandes, der für die drei fränkischen Bezirke zuständig ist.

Gülle-Gesetz bald im Bundesrat

Nun reicht es den Bauern mit den ständigen Anfeindungen und Klagen. Wer aufs Land ziehe, müsse es auch in Kauf nehmen, wenn es mal kracht oder stinkt, heißt es. Um künftige Rechtsstreitigkeiten weitgehend zu vermeiden, soll nun ein Gesetz her, dass bestimmte, für das Landleben typische Gerüche und Geräusche unter Schutz stellt. Klingt schwer umsetzbar? Mitnichten, in Frankreich gibt es ein ebensolches Gesetz bereits seit Anfang 2021.

Davon gehört hat der fränkische Mutterkuhhalter Erich Läufer aus Gräfenberg (Landkreis Forchheim). Kurz entschlossen rief er bei Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) an - und der war schnell Feuer und Flamme für die Idee. Die Folge: Schon im September wird die bayerische Gesetzesinitiative in den Bundesrat eingebracht.

Was durch das Gesetz genau geschützt werden soll, wie es gerade kleinen fränkischen Bauernhöfen helfen könnte, wie die bislang sehr strengen Abstandsregelungen mehr Tierwohl verhindern und wie der Landwirt aus Gräfenberg Hubert Aiwanger an die Strippe bekam, können Sie ausführlich im Artikel "Bauern vs. zugezogene Städter: 'Die meinen, für den teuren Bauplatz haben sie ein Recht auf Ruhe'" bei NN.de lesen.

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