Hochwasser: "Schichtwechsel" bei Helfern

Frische Kräfte ins Katastrophengebiet: Franken rücken aus

21.7.2021, 16:38 Uhr
Erneut rollten zahlreiche Einsatzfahrzeuge des Bayerischen Roten Kreuzes in die Katastrophengebiete in Westdeutschland. Frische Kräfte lösen die BRL-Helfer vor Ort, die in den vergangenen Tagen quasi rund um die Uhr geschuftet hatten.

Erneut rollten zahlreiche Einsatzfahrzeuge des Bayerischen Roten Kreuzes in die Katastrophengebiete in Westdeutschland. Frische Kräfte lösen die BRL-Helfer vor Ort, die in den vergangenen Tagen quasi rund um die Uhr geschuftet hatten. © Merzbach/News5

Nach wie vor ist die Lage in den Flutgebieten unübersichtlich und bedrückend, deshalb wird das 170 Einsatzkräfte starke Hilfeleistungskontingent des BRK nun zum zweiten Mal ausgewechselt. Während das erste Kontingent aus Unterfranken am Dienstag durch das oberfränkische Kontingent abgelöst wurde, wird dieses nun durch das mittelfränkische Kontingent abgelöst.

Der Lagedienst-Bayern hatte bereits am Dienstagabend die Alarmierung des Hilfeleistungskontingents Mittelfranken in die Wege geleitet, am heutigen Mittwoch zur Mittagszeit fuhren die Einsatzkräfte aus dem Sammelraum los, inzwischen läuft im Schadensgebiet die Ablösung für das oberfränkische Kontingent.

Außerdem hat das BRK drei zusätzliche Einheiten der Psychosozialen-Notfallversorgung (PSNV) mit 20 Einsatzkräften in das Schadensgebiet entsandt. Aufgrund der unbeschreiblichen Tragik müsse auch die seelische Erste Hilfe in den Fokus gerückt werden, erklärt BRK-Sprecher Sohrab Taheri-Sohi. Dabei sollen sowohl Betroffene, aber auch Einsatzkräfte psycho-sozial betreut werden. Insgesamt werden nun sechs PSNV-Einheiten mit insgesamt 40 Notfallseelsorgern im Einsatz sein.

Zusätzliche Notfallseelsorger spenden Trost

Darüber hinaus entsendet das Bayerische Rote Kreuz ein Betreuungs-Kontingent aus der Oberpfalz nach Rheinland-Pfalz. Diese Einheit umfasst rund 60 Einsatzkräfte und zwölf Fahrzeuge und ist spezialisiert auf die Betreuung und Verpflegung von bis zu 500 Personen gleichzeitig. Damit hat Bayern mittlerweile rund 600 Einsatzkräfte des BRK in Rheinland-Pfalz im Einsatz gehabt.


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Auch beim ASB gibt es eine "Wachablösung": Einheiten des ASB-Bevölkerungsschutzes aus Nürnberg, Erlangen und Bad Windsheim haben sich heute in den frühen Morgenstunden auf den Weg Richtung Westdeutschland gemacht. Dort werden sie im Rahmen der Hochwasserhilfe zum Einsatz kommen. Die Einheiten können medizinische Hilfe leisten, Transporte durchführen sowie mit einer Feldküche für die Verpflegung von Betroffenen und Einsatzkräften sorgen.

Die ASB-Einheiten sind Teil des Standardhilfeleistungskontingents Mittelfranken – gemeinsam mit Einheiten der anderen großen bayerischen Hilfsorganisationen. Die mittelfränkischen Helferinnen und Helfer lösen das Kontingent aus Oberfranken ab; diesem gehört unter anderem der ASB Coburg an. Der ASB Schweinfurt ist bereits wieder aus dem Katastrophengebiet zurückgekehrt.

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