Jubiläum

25 Jahre Tanzschule Alex: "Ohne mein Team bin ich nichts"

25.1.2022, 09:30 Uhr
Alexandra Bernhardt führt ihr Unternehmen seit 25 Jahren. Ihre Schülerinnen und Schüler kommen aus Fürth, Erlangen und Nürnberg zu ihr nach Zirndorf.

© Foto: Hans-Joachim Winckler Alexandra Bernhardt führt ihr Unternehmen seit 25 Jahren. Ihre Schülerinnen und Schüler kommen aus Fürth, Erlangen und Nürnberg zu ihr nach Zirndorf.

Rhythmisch hallen die Töne durch das Tanzstudio Alex in Zirndorf. Inmitten der Tanzfläche steht Alexandra Bernhardt mit einem zufriedenen Lächeln. Die 49-Jährige beobachtet ihre Schülerinnen und Schüler, geht gelegentlich auf sie zu und gibt einen Tipp, um einen Schritt besser auszuführen.

Und ihre Schützlinge? Die haben ein genauso breites Lächeln im Gesicht. Die positive Stimmung, die Alexandra Bernhardt ausstrahlt, überträgt sich auch auf sie, egal ob Salsa oder HipHop anstehen. Trotz 2G-plus-Regel ist es hier recht gut besucht, die Leute lassen sich den Spaß an der Bewegung nicht verderben.

Für die Tanzschulleiterin war das vergangene Jahr allerdings nicht nur wegen der Pandemie ein besonderes, denn: Ihre Tanzschule feierte 25-jähriges Jubiläum. Los gingʼs im August 1996 in Weiherhof, wo sie im Mehrzwecksaal erste Stunden gab.

2001 folgte der Umzug in die Grundstraße im Süden von Leichendorf, wo die 49-Jährige in Eigenleistung ihr Studio errichtete. Und das hat sich in über zwei Dekaden einen ausgezeichneten Ruf erworben. Aus Fürth, Nürnberg und Erlangen kommen die Hobbytänzer.

"Die Menschlichkeit ist die Nummer eins"

Doch was macht die Tanzschule Alex so besonders, dass die Menschen zum Teil über eine Stunde nach Zirndorf fahren? "Die Menschlichkeit ist die Nummer eins bei uns", gibt Alexandra Bernhardt postwendend als Antwort. "Für mich ist die Tanzschule meine Familie. Sie und meine Eltern, das ist für mich alles. Ich stecke da mein ganzes Herzblut rein." Für sie gebe es nichts Schöneres als die rhythmische Bewegung. Man habe Körperkontakt zu seinem Partner, Leute um sich herum, Partys und die Musik.

Man merkt: Spaß und Leidenschaft stehen im Vordergrund. Mit einem lauten Lachen sagt sie: "Jede Tanzschule hat so ihren eigenen Knall. Ich versuche, das Tanzen so beizubringen, wie ich es gerne gelernt hätte. Wir legen viel Wert auf Technik, Haltung und Führung, weniger auf Figuren und Programm. Einfach so, dass es die Leute gerne machen."

Besonders wichtig sind ihr dabei ihre Kollegen: "Ohne mein Team bin ich nichts. Keiner ist besser oder schlechter als der andere. Wenn meine Kollegen ein Lob bekommen, freut mich das wahnsinnig und macht mich stolz." Vor allem die Entwicklung bei den Schülerinnen und Schülern zu sehen, macht Bernhardt glücklich: "Wenn jemand mit dabei ist, der nicht viel Spaß am Tanzen hat, sich aber Schritt für Schritt verbessert und am Ende mit einem Lächeln geht – was will ich mehr?"

Und ein wenig ist das Geschäft auch zeitlos. Laut einer Zählung von Statista bewegte sich die Anzahl der Mitglieder im deutschen Tanzsport in den vergangenen Jahren stabil zwischen 200.000 und 220.000. Erst durch die Corona-Pandemie sind die Mitgliederzahlen um rund zehn Prozent eingebrochen.

2G-plus-Regel schreckte manche ab

Das merkt auch die Tanzschule Alex. Die 2G-plus-Regel schreckt nicht wenige ab, auch wenn Bernhardt nach dem Wegfall der Testpflicht durch die Boosterimpfung hofft, dass sich wieder mehr zu ihr trauen. Hinzu kommt: Einige, die weiter gerne trainieren würden, dürfen es mangels Impfung nicht.

Zusätzlich zu den klassischen Stilen bietet die Zirndorfer Tanzschule seit 13 Jahren das sogenannte "Sarengue" an, eine Mischung aus Salsa und Merengue. Diese Form hat Alexandra Bernhardt in Kooperation mit Physiotherapeuten, Ärzten und Kliniken entwickelt und sie dient vor allem als Fitness- und Rehabilitationsprogramm.

Der Zuspruch sei hoch, vor allem ist das Programm, das zumeist im Sitzen ausgeführt wird, für alle Altersstufen geeignet. "Ich war damals körperlich in keinem guten Zustand, das war mein Antrieb, selbst etwas zu entwickeln. Wir wollen damit einerseits beim Abnehmen helfen, andererseits aber auch dafür sorgen, dass die Leute wieder mehr Muskulatur aufbauen und zu mehr Stabilität kommen."

Müde wird die Chefin der Schule jedenfalls nicht, sie will auch weiterhin Unterricht geben – schließlich ist Tanzen ihr Leben: "Wennʼs geht, will ich auch mit 70 noch aktiv sein. Dann aber nicht mehr für acht Stunden!"

Das sagt sie – wie so vieles andere – mit einem lauten Lachen, dann geht es wieder zurück aufs Parkett. Denn im Hintergrund macht sich schon die nächste Gruppe zum Tanzen bereit.

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