A-cappella-Sound fürs Kinderheim

20.12.2017, 19:20 Uhr
Kann nicht jeder tragen: Die Gebrüder Sing (in der Mitte ihr Fürther Arrangeur Philipp Lehmann) in fantastischen Fest-Anzügen mit den Nürnberger Tonic Sisters am vergangenen Sonntag beim Adventsauftritt in Rohr.

Kann nicht jeder tragen: Die Gebrüder Sing (in der Mitte ihr Fürther Arrangeur Philipp Lehmann) in fantastischen Fest-Anzügen mit den Nürnberger Tonic Sisters am vergangenen Sonntag beim Adventsauftritt in Rohr. © Foto: PR

Weihnachtslieder aus aller Welt erklingen am Freitag in der Südstadtkirche St. Paul (Amalienstraße 64) und am Samstag in St. Martin (Hochstraße 12), Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt ist an beiden Abenden frei, eine Spende jedoch sehr erwünscht, denn 100 Prozent der milden Gaben gehen an das Fürther Kinderheim St. Michael und sollen dort im Bereich der musikalischen Talentförderung für die Kleinen zum Einsatz kommen.

Die Idee zu den Auftritten entstand vor wenigen Tagen, als die Gebrüder Sing für ihren Comödien-Abend an der Seite von Martin Rassau — "Lasst uns froh und nüchtern sein!" stand, wie berichtet, am vergangenen Mittwoch auf dem Spielplan — ein Weihnachtsprogramm ertüftelten. "Wir werden ja auch älter und damit einhergehend reifer", sagt Bariton und Ensemble-Arrangeur Philipp Lehmann — womit er darauf anspielt, dass zwei Gebrüder Väter von Töchtern wurden, eine kam im Mai dieses Jahres, die andere im Herbst 2016 zur Welt. Da werde es Zeit, "ein Stück weihnachtliches Gefühl auch zu denen zu bringen, die Weihnachten eventuell nicht so erleben können wie wir mit unseren Familien".

Ohne "Last Christmas"

Die Benefizkonzerte dauern jeweils rund eine Stunde — aber ohne "Last Christmas", wie Lehmann hoch und heilig verspricht.

Dem Fürther Publikum sind die Gebrüder Sing — 2003 starteten die Herren aus Fürth und Nürnberg als Sextett — vor allem durch Martin Rassaus Programme in der Comödie bekannt. Sein Faible für Opern und Operetten lässt er schon seit sehr jungen Jahren in eigene Bühnenprojekte einfließen — sehr gern mit den fidelen Gebrüdern. Ihm gingen sie zur Seite im "Opernstadl", beim "Frauenflüsterer", bei "3 in am Päckla" und beim "Broadwoschd-Walzer".

"Pfiffige Arrangements, freche Sprüche, Showeinlagen — auch in diesem Bereich sind die Gebrüder Sing große Klasse", urteilten die Fürther Nachrichten nach einem Adventskonzert 2011 in der Obermichelbacher Heilig-Geist-Kirche. Nochmals die FN nach einem Konzert in der Comödie: "Eine schräge Herrencombo, die stimmstark und locker zwischen ernsthaftem Pop-Cover und Chor-Comedy pendelt. Die aktuellen Könige des A-cappella-Gesangs kommen aus Franken."

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