Absage an den Burgfarrnbacher Kreisel

23.3.2017, 21:00 Uhr
Mit einem zweiten Kreisel in Burgfarrnbach - unser Bild entstand im Jahr 2014 - können sich die Bewohner nicht anfreunden.

Mit einem zweiten Kreisel in Burgfarrnbach - unser Bild entstand im Jahr 2014 - können sich die Bewohner nicht anfreunden. © Edgar Pfrogner

Bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung, zu der die Kommune am Dienstagabend in die Gaststätte Auf der Tulpe geladen hatte, stieß Baureferent Joachim Krauße mit seinem Vorhaben auf nahezu einhellige Ablehnung. Daran konnte auch Kraußes Hinweis nichts ändern, dass die Straßenbaumaßnahme durch einen Kreisverkehr nicht wesentlich teurer wird. Der Grund: Die Farrnbachbrücke am Bahnviadukt ist so marode, dass sie erneuert werden muss.

Da die Brückenrenovierung nach den Worten des Baureferenten bezuschusst wird, könnte der Kreisel gewissermaßen als Nebenprodukt dabei kostengünstig entstehen. Den ästhetischen Idealen der Straßenplaner stehen jedoch Sicherheitsbedenken der Anwohner unvereinbar gegenüber. Die Burgfarrnbacher fürchten insbesondere um ihre Kinder, wenn sie auf dem Weg in den Schlosspark und zur Schule die Würzburger Straße überqueren müssen.

Bei der Kreisel-Lösung soll ein Zebrastreifen die Fußgängerampel ersetzen. Das halten Anwohner für zu riskant, da die Aufmerksamkeit der Autofahrer vom Kreisverkehr abgelenkt wird. Entsetzt reagierten einige der rund 120 Versammlungsteilnehmer auf die Ankündigung einer halbjährigen Totalsperre für die Brückensanierung. "Darüber müssen wir noch reden", sagte der Burgfarrnbacher Bürgervereinsvorsitzende und CSU-Stadtratsfraktionschef Dietmar Helm.

Überraschend eindeutig fiel bei einer Probeabstimmung das "Ja" zur geplanten Auflösung der Bushaltestelle an der Einmündung der Geißäckerstraße aus. Ebenso klar war aber auch die Ablehnung des städtischen Vorhabens, einige Parkplätze an der Einmündung der Regelsbacher Straße für Begrünung zu opfern.

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