Abstriche neben dem Ronhof: Neues Schnelltestzentrum eröffnet

12.4.2021, 18:31 Uhr
Neue Möglichkeit für Abstriche: Neben dem Ronhof nimmt heute ein Schnelltestzentrum seinen Betrieb auf. Auch in Roßtal geht eine Station an den Start. 
 

Neue Möglichkeit für Abstriche: Neben dem Ronhof nimmt heute ein Schnelltestzentrum seinen Betrieb auf. Auch in Roßtal geht eine Station an den Start.    © Foto: Hans-Joachim Winckler

Schnelltests werden immer wichtiger: Seit Montag dürfen die Menschen in Kommunen mit Inzidenzen zwischen 100 und 200 – und damit auch in Fürth (Stand Montag: 184,4) und im Landkreis (129,8) – mit aktuellem PCR- oder Schnelltest per „Click and Meet“ einkaufen. Dabei gilt: Auch jene, die bereits zweifach geimpft sind, dürfen nur mit negativem Ergebnis in die Läden.


Um noch mehr Abstriche durchführen zu können, bauen die Stadt und der Kreis ihre Zusammenarbeit sukzessive aus. Am Dienstag legen zwei Schnellteststationen los – eine in Ronhof, direkt am Stadion der Spielvereinigung, eine in Roßtal. Auf dem Parkplatz neben dem Sportpark-Gelände und in der Spitzweed-Scheune (Schulstraße 25) kann man sich montags bis donnerstags von 16 bis 20 Uhr, freitags von 14 bis 20 Uhr und samstags von 12 bis 20 Uhr testen lassen. Einen Termin braucht es nicht, pro Stunde können die Teams je bis zu 25 Abstriche nehmen.
Am Laubenweg ist alles für den Start vorbereitet: Ein Schild weist den Weg zum Parkplatz, im Container warten Antigentests, Handschuhe und Desinfektionsmittel. „Wir hoffen, dass der Ronhof zumindest an dieser Stelle hoch frequentiert wird“, sagte Holger Schwiewagner, Geschäftsführer der Spielvereinigung, beim Pressegespräch. Zurzeit wird der Parkplatz nicht gebraucht, nach wie vor dürfen Fans die Partien der SpVgg im Stadion nicht mitverfolgen.
Für die neuen Zweigstellen – seit längerem in Betrieb sind bereits die Testzentren in Atzenhof und in Stein – arbeiten die Stadt und der Kreis wieder mit der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin (AGNF) und dem BRK zusammen. Wenn ein positives Ergebnis angezeigt wird, folgt direkt vor Ort ein PCR-Test, der ins Labor geschickt und untersucht wird. Der Vorteil, so Landrat Matthias Dießl: Man spare sich einen Weg.
Neben den Stationen gibt es zahlreiche Apotheken in der Stadt und im Landkreis, die auf Wunsch testen. Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung und Landrat Dießl hoffen, dass sich noch mehr Apotheken an der Kampagne beteiligen werden.

Demnächst sollen weitere Schnellteststrecken folgen: Spätestens Anfang kommender Woche startet eine im Innenhof des Fürther Rathauses und damit mitten in der Innenstadt, eine weitere ist auf dem Metz-Gelände in Zirndorf an der Ohmstraße geplant. In der Bibertstadt gelten voraussichtlich andere Öffnungszeiten, die Station soll täglich acht Stunden bereitstehen. Das Besondere: Corona-Positive können sich dort am 14. Tag ihrer Quarantäne „freitesten“ lassen – und damit dank Schnelltest einen Tag früher raus aus der Isolation. Wer negativ ist, bekommt vom Gesundheitsamt vor Ort umgehend eine entsprechende Bescheinigung.


Für die Stationen braucht es zwischen 80 und 100 weitere Mitarbeitende, die bei den Abstrichen helfen. Medizinische Vorkenntnisse seien dafür nicht zwingend notwendig, „wir wollen Menschen ansprechen, die in krisengeschüttelten Berufen wie der Gastronomie oder der Reisebranche“ tätig sind, erklärt Klaus Meyer von der AGNF. Denn die Bekämpfung der Pandemie sei eine „gesamtgesellschaftliche Anstrengung“. Wer sich einbringen möchte, kann seine Bewerbung an personal@agnf.org schicken.
Die Tests, betonte der Landrat, seien neben den Impfungen die zweite Säule im Kampf gegen das Virus. Dem gern vorgebrachten Argument von Kritikern der Corona-Regeln, dass mehr Tests mehr positive Fälle und damit auch mehr Einschränkungen mit sich bringen würden, tritt Dießl entgegen: Das sei nur kurzfristig so, durch wirkungsvollere Maßnahmen würde die Sieben-Tage-Inzidenz am Ende schneller sinken.

Keine Kommentare