18°

Freitag, 14.08.2020

|

zum Thema

Alle Mitarbeiter des Klinikum Fürth werden auf Corona getestet

Das freiwillige Screening von 2500 Beschäftigten gilt als Vorsichtsmaßnahme - 01.05.2020 08:38 Uhr

Das Klinikum Fürth führt als Vorsichtsmaßnahme und zum Schutz von Personal und Patienten ein freiwilliges Mitarbeiter-Screening durch.

© Hans-Joachim Winckler


Pandemie-Beauftragter Dr. Manfred Wagner erklärt die systematischen Tests mit dem Hinweis auf Patienten, die das Virus in sich tragen, aber keine Corona-Symptome zeigen. Weil das vorkommt, habe man sich entschlossen, von allen Beschäftigten Abstriche zu nehmen – also nicht nur dann, wenn jemand Kontakt mit Infizierten hatte oder Symptome zeigt.

Das Screening läuft seit Mitte April. Pro Tag würden rund 150 Personen getestet. "Wir sind jetzt bei fast 2000 Tests." Insgesamt, dazu zählen auch Abstriche, die vor dem Massen-Screening genommen wurden, habe sich das Ergebnis bei einer "zweistelligen Zahl" der Fälle als Corona-positiv entpuppt.

"Horch amol": Ein 1. Mai wie noch nie

Die Betreffenden werden dann umgehend in Quarantäne geschickt. Bis das Gesundheitsamt grünes Licht für deren Aufhebung gibt, erklärt stellvertretender Pandemie-Beauftragter Prof. Dr. Harald Dormann, könnten Wochen verstreichen. Denn: Die Person muss symp-tomfrei und mehrfach negativ getestet sein. Einige der zunächst positiv Getesteten seien inzwischen gesund und wieder im Dienst.

Gerüchte, wonach sich am Klinikum Fürth 200 Mitarbeiter durch einen Springer, eine Vertretungskraft, mit dem Coronavirus angesteckt haben sollen, entbehren laut Wagner jeder Grundlage: "Das stimmt nicht." Ein entsprechender Hinweis war in der FN-Redaktion eingegangen.

Jedes Testergebnis ist eine Momentaufnahme. Aber, so Dormann: "Wir wollen das höchste Maß an Sicherheit erreichen." Die systematischen Screenings, die in immer neue Runden gehen sollen, nennt er "Goldstandard".

Bilderstrecke zum Thema

Kloster, Konzerne und Unis: So produziert Bayern gegen Corona an

Das Coronavirus trifft die bayerische Wirtschaft hart. Doch vielerorts wird inzwischen gegen die Krankheit anproduziert – auch außerhalb der Medizintechnik. Masken, Teile, Desinfektionsmittel.


Das Klinikum sei bei strengen Präventionsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie im Großraum immer wieder Vorreiter gewesen, betont Wagner: bei der FFP2-Maskenpflicht für Beschäftigte, der Beschränkung des Cafeteria-Betriebs auf einen internen To-Go-Service oder bei dem Massen-Screening. Dass nun etliche Corona-positive Fälle entdeckt wurden, sagt er, liege mit daran, "dass wir besonders akribisch testen".

 


Über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Krise Sie haben selbst den Verdacht, an dem Virus erkrankt zu sein? Hier haben wir häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt.

Die Anzahl der Corona-Infizierten in der Region finden Sie hier täglich aktualisiert. Die weltweiten Fallzahlen können Sie an dieser Stelle abrufen.


Wir informieren Sie mit unserem täglichen Corona-Newsletter über die aktuelle Lage in der Coronakrise, geben Ihnen Hinweise zum richtigen Verhalten und Tipps zum alltäglichen Leben. Hier kostenlos bestellen. Immer um 17 Uhr frisch in Ihrem Mailpostfach.

Sie bevorzugen Nachrichten zur Krise im Zeitungsformat? Erhalten Sie mit unserem E-Paper-Aktionsangebot immer die wichtigsten Corona-News direkt nach Hause: Ein Monat lesen für nur 99 Cent! Hier gelangen Sie direkt zum Angebot.


Sie wollen in der Corona-Krise helfen: Dann sind Sie in unserer Facebookgruppe "Nordbayern hilft" genau richtig!

7

7 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Fürth