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Ammerndorfer Kreisel setzt Bauarbeitern ein Denkmal

Eine kreative Idee der Straßenmeisterei wurde jetzt am Ortseingang umgesetzt - 20.07.2019 16:00 Uhr

Ganz in Orange: Ein stilisierter Bauarbeiter mit Schubkarre ist der Beitrag des Ammerndorfer Künstlers Arnold Bögelein (vorne rechts) zu der Dekoration des Kreisels an der östlichen Ortseinfahrt der Gemeinde. © Günter Greb


Als "markantes, ortsbildprägendes Werk" bezeichnete Ammerndorfs 2. Bürgermeister Günther Müller den Kreisverkehr bei der Einweihung. Für die Gestaltung war, wie berichtet, die Straßenmeisterei Ammerndorf zuständig, die eine stilisierte Baustelle schuf. Lob dafür kam vom Leiter des Staatlichen Bauamts Nürnberg, Andreas Eisgruber, der eigens zur Einweihung angereist war: Der im Jahr 2012 in Betrieb genommene Kreisverkehr werde damit eindrucksvoll aufgewertet, meinte er.

Nostalgische Walze

Der Chef der Ammerndorfer Straßenmeisterei, Norbert Weber, erläuterte die Gestaltungselemente: Im Mittelpunkt der Verkehrsinsel steht eine sogenannte Dreiradwalze aus den sechziger Jahren, die die Mitarbeiter renovierten. Der Ammerndorfer Künstler Arnold Bögelein steuerte die Skulptur eines Arbeiters mit Schubkarre bei.

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Die freien Flächen wurden in den fränkischen Landesfarben Rot-Weiß mit 350 Pflanzen gestaltet: weiße Blüten auf der rot geschotterten Fläche und umgekehrt. Auch die Straßenwalze soll nicht nur orange leuchten, an ihr wird schnell wachsender Efeu hochranken. Zur Erinnerung an die Neugestaltung hat die Straßenmeisterei eine Zeitkapsel mit allen für den Bau wichtigen Daten und Personen im Kreisverkehr eingebaut.

Und auch an die Sicherheit wurde gedacht: Am Rand finden sich sogenannte Bordsteinmarker. Diese Glaskugeln reflektieren das Scheinwerferlicht und verdeutlichen in der Nacht den Straßenverlauf. Durch Eigenleistung der Straßenmeisterei, betonte Weber, konnten die Kosten auf 15.000 Euro begrenzt werden. 

Günter Greb

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