Angst vor einem Extrem-Hochwasser

31.1.2011, 13:00 Uhr
Hochwasser aus der Luft: Zusammenfluss von Rednitz und Pegnitz Anfang Januar.

Hochwasser aus der Luft: Zusammenfluss von Rednitz und Pegnitz Anfang Januar. © Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz

Hintergrund ist die Befürchtung, dass es wegen des Klimawandels öfter zu großen Überschwemmungen kommen wird. Nach Prognosen des Landesamts für Umweltschutz, so die Fürther Grünen, sei der Bereich zwischen dem Saturn-Elektromarkt und dem Schießanger bei einem sogenannten Extrem-Hochwasser gefährdet, das allerdings äußerst selten ist.

Experten in Bayern sprechen in diesem Fall auch von einem 1000-jährigen Hochwasser, oder anders ausgedrückt: Eine derart schlimme Überschwemmung passiert — statistisch gesehen – einmal in 1000 Jahren. Beim jüngsten Hochwasser handelte es sich nach Angaben des Wasserwirtschaftsamtes lediglich um ein „bis zu 50-jähriges Hochwasser“.

Fürths Umweltreferent Christoph Maier räumt ein, dass er die Nähe von Turnhalle und Feuerwache zum Fluss als nicht optimal erachtet. Aber vor allem für die Feuerwache gebe es keine Alternative. Wie ausführlich berichtet, soll der Neubau das über 100 Jahre alte Gebäude am Helmplatz ersetzen, das modernen Ansprüchen längst nicht mehr genügt.

17 Standorte für die Wache seien im Lauf der Jahre geprüft worden, am Ende landete man immer wieder am Schießanger, denn: Gemäß einer Verordnung müssen die Löschfahrzeuge in zehn Minuten an jedem Ort der Stadt sein können. Berücksichtigt man diese Vorgabe, bleiben in Fürth nicht viele Standorte übrig. „Würden wir im Norden oder Süden der Stadt bauen“, sagt Maier, „bräuchten wir noch eine zweite Wache.“ Doch das werde von allen Experten abgelehnt.

Maier zufolge hat die Stadt nun eine Anfrage an das Wasserwirtschaftsamt gerichtet, inwieweit man die geplante Feuerwache baulich gegen ein 1000-jähriges Hochwasser schützen könnte.