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Dienstag, 17.09.2019

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Auf den Spuren starker Frauen

Komponistinnen geben im Debora-Konzert am Sonntag den Ton an - 13.11.2013 17:00 Uhr

Die Gesangssolisten Jennifer Arnold (v.li.), Monika Teepe und Markus Simon bei der Probe in der Auferstehungskirche. © Hans-Joachim Winckler


Das 14. Fürther Komponistinnenkonzert stellt das Schaffen von drei Frauen aus der Romantik und Gegenwart vor: Louise Farrenc (1804 - 1875), Barbara Heller (77) und Dorothea Hofmann (52). Den musikalischen Schwerpunkt bildet ein Werk, das die alttestamentliche Prophetin Debora beleuchtet, die als Richterin in Israel gewirkt haben soll.

Die Bambergerin Dorothea Hofmann hat ihr ein Oratorium gewidmet, in dem es um Recht und Gerechtigkeit geht. Das Libretto stammt vom Fürther Autor und Rezitator Michael Herrschel.

Was ihn bei seiner Arbeit fasziniert hat, war die aktuelle Frage, wie Menschen verschiedener Herkunft friedlich in einem Land zusammenleben können. Das Oratorium schildert dramatisch die Konflikte und formuliert leidenschaftlich eine Hoffnung auf Frieden. Unterstrichen wird das durch eine kraftvolle Musik, die Emotionen entfesselt.

Zur Uraufführung dieses Werkes hat sich aus mittelfränkischen Posaunenchören ein Auswahlensemble unter Leitung von Karin Mehring gebildet, das mit einem professionellen Orchester (Farrenc-Ensemble) interagiert. Am Pult steht Christian Gabriel. Die künstlerische Leitung hat Sirka Schwartz-Uppendiek, die auch den Orgelpart übernimmt.

Hilfreiche Einführung

Monika Teepe (Sopran) singt die Titelpartie. An ihrer Seite agieren Jennifer Arnold (Alt) und Markus Simon (Bass). Die Komponistin selbst wird in einem Einführungsgespräch ihr Werk erläutern. Auch Regionalbischof Stefan Ark Nitsche kommt zu Wort.

Eine weitere Uraufführung erlebt ein Orgelchoral, den die Darmstädterin Barbara Heller der heuer am 9. März in Köln verstorbenen Kirchenmusikerin und Komponistin Elke Mascha Blankenburg gewidmet hat. Gemeinsam mit ihr hat Heller im Arbeitskreis „Frau und Musik“ am Aufbau des weltweit größten Archivs für Werke von Komponistinnen mitgewirkt. Im Kontrast zur wilden, kämpferischen und zugleich verletzlichen Hommage an Elke Mascha Blankenburg erklingt eingangs eine vor 50 Jahren komponierte virtuose Klaviertoccata von Barbara Heller.

Romantisch abgerundet wird das Programm durch das 1852/52 komponierte Quintett c-moll op. 40 für Klavier und Streichquartett in seiner sinfonischen Fassung von Louise Farrenc. Die Kammermusik der Pariser Zeitgenossin von Mendelssohn, Schumann, Chopin und Liszt drängt aus den Grenzen des Genres hinaus. (Eintritt: Vorverkauf unter www.reservix.de 14.30 Euro, erm. 9,90 Euro, Abendkasse 15 Euro, erm. 8 Euro, Fürthpass 3 Euro.)

Die Fürther Nachrichten verlosen drei mal zwei Eintrittskarten. Wer sein Glück versuchen will, muss am morgigen Donnerstag zwischen 11 und 11.15 Uhr unter Telefon (0911) 7798734 folgende Frage beantworten können: Was bedeutet der hebräische Name „Debora“: Richterin, Biene oder Morgenröte?
  

Volker Dittmar

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