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Aufräumen nach dem Sturm: OB bittet um Geduld

Die Schäden in Fürth sind immens — An manchen Stellen besteht Lebensgefahr - 22.08.2017 21:00 Uhr

Viele Bäume stürzten in der Sturmnacht auf Straßen und Bäume, wie hier in der Nähe des Schießangers. Oft konnten die Helfer den Weg schnell freimachen — doch andernorts kann es noch dauern, sagt die Stadt. © Foto: ToMa


Dirk Osterloh vom zuständigen Grünflächenamt und Christian Gußner, Chef der Berufsfeuerwehr, appellieren an Passanten, die Absperrungen nicht leichtfertig zu umgehen und diese Bereiche zu meiden: Weitere Äste könnten herunterstürzen oder ganze Bäume umfallen – es bestehe "Lebensgefahr".

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Cadolzburg und Co.: Nach dem Sturm wird aufgeräumt

Ob Cadolzburg, Seukendorf oder Fürth: Nach dem heftigen Sturm vom Freitag haben Bürger und Landwirte am Wochenende begonnen, die Spuren der Zerstörung wieder zu beseitigen. Es ist viel zu tun.


Betroffen sind aber auch Teile der Südstadt, die Vacher Straße, Radwege in den Talauen und am Mühltalweg sowie einzelne Stellen im Fürther Stadtpark. Wie viele Brennpunkte es genau gibt und wie hoch die Schäden sind – dies zu erfassen, sei "derzeit noch nicht möglich", verlautet aus dem Rathaus.

Bei Feuerwehr und Grünflächenamt stünden die Telefone auch drei Tage nach dem verheerenden Unwetter nicht still, immer weitere Schadensmeldungen flattern auf den Tisch.

Noch nicht einmal eine Prognose, wie lange sich die Aufräumarbeiten hinziehen, traut sich die Stadt derzeit zu. Osterloh geht aber von mehreren Wochen aus. Das gilt auch für den städtischen Wald. Nach Auskunft von Förster Martin Straußberger sind die Gebiete nördlich des Rennwegs rund um den Felsenkeller sowie das Schmalholz bei Burgfarrnbach besonders ramponiert.

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Die Cadolzburg musste wegen Sturmschäden geschlossen bleiben, Dächer wurden abgedeckt, Bäume begruben Autos, in Burgfarrnbach überstand eine ganze Baumgruppe das Unwetter nicht: Bilder von unseren Fotografen und unseren Lesern zeigen das Ausmaß der Schäden in und um Fürth nach dem Sturm am 18. August.


Das Unwetter habe hier regelrechte Schneisen geschlagen. Straußberger ging aber davon aus, dass die Hauptwege jetzt wieder passierbar sind.

Beeindruckt von Helfern und Bürgern

Oberbürgermeister Thomas Jung bittet im Namen der Stadtverwaltung um Geduld: Wegen der hohen Zahl von Schäden kämen die Aufräumarbeiten "nur Schritt für Schritt voran". Jung und der für den Katastrophenschutz verantwortliche Ordnungsreferent Mathias Kreitinger, heißt es in einer Mitteilung, zeigen sich beeindruckt von Hilfsbereitschaft und Kompetenz der Einsatzkräfte aus Feuerwehren, THW und BRK, "aber auch vieler Bürger, die tatkräftig mit anpackten".

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Unwetter zerstört Penny in Burgfarrnbach: Chaos in der Region

Am Freitagabend suchte die Region ein heftiges Unwetter heim. In Burgfarrnbach (Fürth) fiel den Wassermassen ein ganzer Supermarkt zum Opfer. Der Penny wurde komplett zerstört. Auch die Autos auf dem Parkplatz wurden durch herabfallende Ziegel stark beschädigt.


Unterdessen hat der bayerische Forst- und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner den Opfern des Sturms staatliche Unterstützung zugesichert. 

hän

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