Menschen atmen auf

Aussortiert: Kein ICE-Werk in Raitersaich

3.9.2021, 15:40 Uhr
Die Pläne der Deutschen Bahn für ein ICE-Werk in Raitersaich waren auf Protest gestoßen.

Die Pläne der Deutschen Bahn für ein ICE-Werk in Raitersaich waren auf Protest gestoßen. © Hans-Joachim Winckler, NN

Alexandra Költsch war gerade in Nürnberg unterwegs, als das Handy in der Handtasche überhaupt nicht mehr aufhören wollte, zu vibrieren. "Das freut uns natürlich sehr", sagt die Sprecherin der Bürgerinitiative "Nicht schon wieder Raitersaich" zur DB-Entscheidung. Aber auch wenn heute "noch der ein oder andere Sektkorken knallen wird", denkt die 43-Jährige sofort an die Menschen und die Natur an den drei anderen Standorten – das Muna-Gelände in Feucht, ein Areal südlich davon und eines bei Allersberg/Pyrbaum/Roth –, die nun ins Raumordnungsverfahren gehen. Man sei mit allen gut vernetzt und werde sich überlegen, "wie wir sie weiter unterstützen können".

"Sachliche Erwägungen" führt die DB in einer Pressemitteilung für das Aus der sechs Standorte an. Für Raitersaich sowie die Nachbargemeinden Heilsbronn und Müncherlbach heißt das im Klartext: Sie sind vom Nürnberger Hauptbahnhof nicht innerhalb der verfügbaren Zeitfenster zu erreichen.

"Das", meint Michael Brak und man kann sich am Telefon sein Schmunzeln förmlich vorstellen, "hätte ich der DB als früherer Berufspendler nach Nürnberg auch sagen können." Der Gemeinderat und Umweltreferent des Marktes Roßtal wohnt selbst in Raitersaich und war bei der BI-Gründung dabei. Er sagt: "Wir sind sehr froh, dass wir da draußen sind."

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