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Auszeichnung für den „Trolli-Chef“

Vorbildlich: Herbert Mederer hat das Bundesverdienstkreuz erhalten - 11.04.2011 19:00 Uhr

Herbert Mederer erhielt das Bundesverdienstkreuz samt Urkunde aus der Hand von Staatssekretärin Katja Hessel im Fürther Rathaus. © Hans-Joachim Winckler


Familie, Freunde, Geschäftspartner und Vertreter der Stadt Fürth würdigten am Freitagvormittag den Geschäftsführer der Mederer Süßwarenvertriebs GmbH. Mit seinem „weit über dem Durchschnitt liegenden unternehmerischen, ehrenamtlichen und sozialen Wirken“, so Oberbürgermeister Thomas Jung, habe er sich „um das Wohl der Bundesrepublik verdient gemacht“.

Mederer hatte nach dem Tod des Vaters 1984 die Firma übernommen und im Laufe der Zeit die Produktionskapazitäten erheblich ausgebaut. Mit der Marke Trolli gilt die Firma weltweit als zweitgrößter Fruchtgummiproduzent und ist mittlerweile in den USA, Spanien, Indonesien, Tschechien und China bekannt.

Mehr geben als fordern

Anerkennung, da waren sich die Laudatoren einig, verdiene auch sein soziales Engagement. Rathauschef Jung zählte auf, dass Mederer nicht nur „Krebsstiftungen und Kids for life“ finanziell unterstützt, sondern auch örtliche Kindergärten und Horte mit Sachspenden bedenkt. „Er kümmert sich persönlich um Waisenkinder und noch vieles mehr“, so Jung.

Herbert Mederer selbst freute sich über die Ehrung. Zwar sei er nicht der Typ, der „auf Auszeichnungen aus ist“, aber stolz mache sie ihn trotzdem. An Lobeshymnen mangelte es an diesem Vormittag nicht. Helmut Hack, Präsident der SpVgg Greuther Fürth, deren Stadion inzwischen den Namen des Sponsors Trolli trägt, beschrieb Mederer als einen Menschen, „der mehr ins Leben hineingibt, als er zurückfordert“. Und Dietmar Kendziur, Vorsitzender des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie, schätzte vor allem, „dass er sich nie ausgeblendet, sondern immer mitgemacht hat“.

Nach der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes durch Katja Hessel, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, wurde es emotional. „Unser Papa wäre stolz auf dich gewesen“, sagte Marion Crozat, ihren Bruder umarmend. Auch die Mutter war gerührt: „Ich möchte mich bei meinem Sohn bedanken für sein wunderbares Wesen.“ 

JANINE SWOBODA

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