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Bahn-Vorstoß rüde gebremst

Erörterungstermin zum Thema Verschwenk wird um acht Wochen verschoben - 26.03.2011 22:00 Uhr

Der Bahnverkehr war wegen eines Oberleitungsschadens behindert. © Wolfgang Händel


So richtig klar war auch dem Fürther CSU-Mann im Bundesverteidigungsministerium nicht, wie es eigentlich dazu kommen konnte, bekannte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch Fakt ist: Das zuständige Eisenbahnbundesamt hatte für den 12. und 13. April in der Fürther Stadthalle den Erörterungstermin angesetzt — ein Markstein auf dem Weg zu dem von der Bahn forcierten, von allen politischen Kräften in der Stadt hingegen vehement bekämpften Gleisbau durch Äcker und Wiesen. Zweck der Veranstaltung ist es, Einwände gegen die Planung zu diskutieren.

Zuvor jedoch, so war es laut Schmidt vereinbart, muss ein Gegengutachten der Kommune vorliegen. In ihm sollen die Ergebnisse einer für den Verschwenk sprechenden Expertise aus dem November kritisch hinterfragt werden. Um es zu erstellen, benötigt Fürth aber noch wichtige Unterlagen von Bahn und Bundesamt.

Vor diesem Hintergrund sprach Schmidt bei seinem Parteifreund, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, vor, der sich wenig amüsiert über den Vorgang gezeigt haben soll — und einschritt: Man dürfe nun davon ausgehen, dass der Erörterungstermin erst in acht Wochen stattfindet, so Schmidt — und genug Zeit für die Stadt bleibt, sich zu wappnen.

So sehr sich Oberbürgermeister Thomas Jung darüber freut, wie er auf FN-Anfrage sagte, so wenig dürfte das Ramsauer-Machtwort die FDP-Staatssekretärin im bayerischen Verkehrsministerium, Katja Hessel, entzücken: Sie hatte Mitte Dezember die Ansicht geäußert, die Angelegenheit sei „entscheidungsreif“, der S-Bahn-Verschwenk „alternativlos“. Weitere Verzögerungen des Projekts müssten deshalb verhindert werden.
  

Wolfgang Händel

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