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Bankdrücker Freis kommt als Hoffnungsträger nach Fürth

Der Neuzugang vom SC Freiburg will beim Kleeblatt einiges bewegen - 13.01.2015 06:00 Uhr

Bei der ersten Übungseinheit natürlich ganz besonders unter Beobachtung von Trainer Frank Kramer (li.): der neue SpVgg-Stürmer Sebastian Freis.k © Foto: Zin


Nur einen Tag Pause gönnt Trainer Frank Kramer seinem Leitwolf. Heute wird "Wolle" wieder dabei sein. Dann wird auch er Neuzugang Sebastian Freis kennenlernen. Der 29-Jährige absolvierte am Montag nach dem obligatorischen Medizincheck seine erste Einheit mit den neuen Teamkollegen. "Für mich geht jetzt erst mal darum, schnell aufgenommen zu werden und mich zu integrieren", sagt Freis.

Lange musste er nicht überlegen, als die Anfrage aus Fürth auf seinem Tisch landete. "Ich hatte gar keinen Wechsel auf dem Schirm", sagt Freis, aber die Zukunft in Freiburg war aktuell nicht gerade rosig. Seine Einsatzchancen für die Rückrunde waren aktuell Richtung Nullpunkt gesunken. "Der Trainer hatte mir mitgeteilt, dass ich in der Rückrunde kaum noch spielen und durchaus auf der Tribüne sitzen werde", berichtet Freis. Das war dem gebürtigen Karlsruher zu wenig. Und so sieht er den sportlichen Rückschritt von der ersten in die zweite Liga als persönlichen Fortschritt. "Ich will mich noch nicht zurücklehnen, bin dafür zu ehrgeizig."

In Fürth will er mit seiner Erfahrung beweisen, dass man mit 29 Jahren nicht zum alten Eisen zählt: "Hier spielen viele junge Akteure. Ich als Erfahrener muss in der Kabine vorne dran stehen. Mein Standing in der 2. Liga ist ein anderes." 27 Tore erzielte Freis in 167 Bundesligaspielen, 21 in 78 Partien im Unterhaus. "Sebastian bringt viel Erfahrung mit und hat in seiner Karriere nachgewiesen, dass er Tore macht. Er ist ein laufstarker Spieler, der unser System mitgehen kann und ist auf dem Platz ein intelligenter Bursche, der vor der Kiste die Laufwege kennt", schickt Kramer seinen neuen Schützling mit viel Lorbeeren ins Rennen. Viel schlechter als zuletzt kann es im Abschluss ja auch nicht mehr laufen.

Freis weiß, dass er der Erlöser für den maroden Kleeblattsturm sein soll, drückt aber spürbar auf die Bremse: "Ich bin dafür geholt worden. Wer letztendlich die Tore macht, ist aber egal. Ein Stürmer ist auch immer davon abhängig, wie das Gesamtgefüge in der Mannschaft funktioniert."

Was Kramer vom Team in den letzten 15 Spielen erwartet, brachte er erneut deutlich zur Sprache: "Es geht jetzt für alle darum, zu marschieren und zu zeigen, dass jeder Spieler unbedingt in die Mannschaft will." Der Kampf um die Stammplätze wird sich ab Freitag im Trainingslager in Belek entscheiden.

Bis dahin wollen auch die angeschlagenen Spieler wieder mit dabei sein. Am Montag fehlten Robert Zulj (Zahnschmerzen), Goran Sukalo und Alexandros Kartalis (beide Sprunggelenksprobleme), Florian Trinks (Bronchitis) und Tom Mickel (muskuläre Probleme).

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Martin Ferschmann

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