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Bedenken beim Digitalfunk

BN fürchtet gesundheitliche Risiken — Beschluss vertagen? - 25.07.2012 12:00 Uhr

Feuerwehrmann Andreas Engelhardt an einem alten Analogfunkgerät in einem Einsatzwagen der Fürther Berufsfeuerwehr. Mit den neuen Digitalfunkgeräten können auch Lagepläne verschickt werden. © Hans-Joachim Winckler


In einem Brief an die Stadträte und die FN weist die Fürther Ortsgruppe darauf hin, dass „mit dieser Technik eine Vielzahl ungeklärter Fragen verbunden“ seien. Die Umweltschützer führen sowohl „mögliche gesundheitliche Schäden“ an — insbesondere für die Anwender — als auch „technische Unzulänglichkeiten“ und die Kosten, die auf die Kommunen zukommen.

Wie berichtet, gilt das analoge Funknetz als veraltet und soll durch eine digitale Variante abgelöst werden. Mittelfranken ist dabei Vorreiter. Nach Angaben der Stadt Fürth hat sich der Freistaat bereiterklärt, die Betriebskosten zu schultern; die Kommune müsse lediglich die Kosten pro Gerät in Höhe von rund 1000 Euro auf sich nehmen.

Stimmt der Ausschuss zu, könnte im Sommer 2013 ein sechsmonatiger Probebetrieb starten, um die neue Funktechnik zu testen, die weniger störanfällig und abhörsicherer sein soll, und das Übermitteln von Dokumenten wie Lageplänen ermöglicht. Dazu müssen jedoch auf der Erddeponie Burgfarrnbach und auf dem Gelände der Polizeiinspektion an der Kapellenstraße Sendemasten gebaut beziehungsweise nachgerüstet werden. Dem BN ist das ein Dorn im Auge. Er bittet die Fürther Stadträte nicht nur, die Entscheidung zu vertagen; die Stadt solle sich auch „dringend den 25 bayerischen Gemeinden anschließen, deren Gemeinderäte von der Staatsregierung ein Moratorium beim Aufbau des digitalen Behördenfunks fordern“.

Der Digitalfunk soll bundesweit flächendeckend eingeführt werden. Am Probebetrieb wollen sich neben Fürth Stadt und Land auch Nürnberg und Erlangen sowie deren Landkreise als Nutzer der gemeinsamen Einsatzleitstelle beteiligen.

  

Johannes Alles

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