Beschauliches Tempo auf dem Fürther Kinoareal

20.11.2014, 21:00 Uhr
Inzwischen ist die Grube auf dem Grundstück an der Gebhardtstraße gefüllt, der Baugrund geebnet. Nächste Woche sollen die Arbeiten am Fundament beginnen.

© Foto: Johnston Inzwischen ist die Grube auf dem Grundstück an der Gebhardtstraße gefüllt, der Baugrund geebnet. Nächste Woche sollen die Arbeiten am Fundament beginnen.

Wie berichtet, hatte man sich im Rathaus bis Mitte November Zeit gegeben, um zu beurteilen, ob Bauherr Alfred Ach den vertraglichen Vereinbarungen mit der Kommune genügt. Verlangt war ein „echter Baubeginn“, und der ist, so die Einschätzung von Wirtschaftsreferent Horst Müller und Baureferent Joachim Krauße, tatsächlich erfolgt.

Wie angekündigt, habe Ach vorhandene Gruben verfüllt und das Gelände eingeebnet, weil nach seinem neuen Entwurf kein Keller mehr fürs Kino vorgesehen ist. „Wir gehen deshalb davon aus, dass Herr Ach seiner Verpflichtung zum Baubeginn nachgekommen ist“, sagt Müller.

Die noch immer scheinbar unangetastet aufragenden Erdhaufen seien dem Umstand geschuldet, dass Proben daraus wegen Altlastenverdacht im Labor untersucht werden müssen. Erst wenn die Chemiker grünes Licht geben, könnten sie entsorgt werden. Ein weiteres Indiz, das nach Kraußes Ansicht Rückschlüsse auf ernsthaften Bauwillen zulässt: Ach habe unlängst bei der Stadt die Genehmigung eingeholt, einen Kanalschacht im öffentlichen Raum, also außerhalb seines Grundstücks, anlegen zu dürfen.

Vom Architekten des Multiplex-Kinos habe er, so Wirtschaftsreferent Müller, zudem erfahren, dass in der nächsten Woche die Betonarbeiten für die Fundamente des Kinos mit seinen sechs Sälen beginnen sollen. Auf Achs Facebook-Seite „Neues Kino Fürth“ mehren sich unterdessen die skeptischen Kommentare: „Ein Baubeginn Anfang November sieht irgendwie anders aus“, heißt es in einem davon.

Doch Ach versucht, die nach vielen Verzögerungen stetig gewachsene Zahl von Kritikern zu beschwichtigen: „Wir werden von nun an über jeden neuen Bauabschnitt und -fortschritt hier auf dieser Seite berichten, in Wort und auch bewegtem Bild“, heißt es im jüngsten Eintrag. Der stammt freilich auch schon wieder vom 30. Oktober.

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