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Biberttal-Radweg: Die Biker werden gezählt

Das elektronische Mess-System bei Leichendorf soll die Planungen für den Radschnellweg erleichtern - 12.04.2021 11:00 Uhr

Ab sofort messen in den Boden eingelassene Induktionsschleifen die Frequenz auf dem rege genutzten Radweg-Teilstück nahe Leichendorf. Landrat Matthias Dießl und die Radbeauftragte des Kreises, Elena Buness, wurden gleich zu Beginn erfasst.

07.04.2021 © Foto: Thomas Scherer


Damit sich die Radbeauftragte Elena Buness bereits jetzt einen Überblick über das aktuelle Geschehen auf den Radrouten im Landkreis machen kann, zählen ab sofort mehrere im Boden eingelassene Induktionsschleifen die Frequenz – zumindest auf einem viel genutzten Teilstück nahe Leichendorf entlang der Rothenburger Straße.


Bahn frei für den Rad-Schnellweg im Landkreis Fürth


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Rollt ein Fahrrad über die nicht sichtbare Stelle im Boden, misst das System einen Impuls und zählt den Radler. Durch die vier Schleifen, die verbaut wurden, finden auch nebeneinander Fahrende und sogar der Gegenverkehr Eingang in die Statistik.

Noch nicht häufig im Einsatz

Im Autoverkehr sei es üblich, durch fest installierte oder mobile Zählgeräte an bestimmten Stellen das Fahrzeugaufkommen zu messen, so Dießl. Im Radverkehr aber gebe es derlei "bisher nicht sonderlich häufig". Lediglich in Stein verrichtet eine Zählstation seit 2020 ihre Arbeit völlig problemlos und liefert dort wertvolle Erkenntnisse für die Planer.

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Ähnliches hat man jetzt am Biberttal-Radweg in Leichendorf im Sinn. Auf ein Display wurde im Gegensatz zur Steiner Variante verzichtet, denn man fürchtet Vandalismus und hat daher sämtliche Technik tief im Boden vergraben. Allerdings besteht in absehbarer Zeit die Möglichkeit, die gewonnenen Daten der Allgemeinheit über die Homepage des Landkreises zugänglich zu machen.

5500 Euro Zuschuss

Laut Elena Buness wird an der Umsetzung noch gearbeitet. Dass die Zählstation jetzt überhaupt eingerichtet werden konnte, verdankt der Landkreis der Unterstützung des bayerischen Bauministeriums: Jeder Landkreis und jede Kommune, die von der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen" zertifiziert wurde, erhält als Anerkennung einen Zuschuss zur Zählstation. Im Fall Fürth zahlt das Land unter dem Strich 5500 der 9000 für das Projekt anfallenden Euro.

Lob bekommt der Kreis Fürth auch vom Staatlichen Bauamt mit Sitz in Nürnberg, zuständig für einen Großteil der hiesigen Straßen, die mit einem Radweg versehen sind. "Es ist erklärtes Ziel sämtlicher Politiker, den Fahrradanteil im Mobilitätsmix deutlich zu erhöhen, dabei leistet eine Zählstelle wertvolle Arbeit", betont Behördenleiter Andreas Eisgruber.

Bewerbungen erwünscht

Landrat Dießl hofft auch deshalb, dass sich weitere Kommunen im Landkreis um das Prädikat "fahrradfreundlich" bewerben – und im Fall einer entsprechenden Zertifizierung nach und nach im gesamten Kreis Fürth Zählstellen entstehen.

THOMAS SCHERER

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