City-Center und kein Ende

5.4.2012, 16:00 Uhr

© Hans-Joachim Winckler

Wie berichtet, scheint es grundlegende Meinungsverschiedenheiten zwischen dem potenziellen Käufer des Komplexes, der Firma TKN, und den 351 Noch-Eigentümern zu geben. Ende vergangener Woche war TKN-Chef Miro Vorbauer nach einer monatelangen Hängepartie — ursprünglich hätte die Sanierung des Centers bereits im Januar beginnen sollen — überraschend nach vorne geprescht: Seine Suche nach „leistungsfähigen und finanzstarken Projektinvestoren“ für Kauf und Modernisierung des Einkaufszentrums sei erfolgreich gewesen. „Wir sind bereit“, sagte Vorbauer auf FN-Anfrage.

Zudem ließ er wissen, dass der Beginn der Arbeiten sich allein wegen noch nicht erfüllter Bedingungen auf Verkäuferseite verzögere. Unter anderem fehlten ihm zufolge neun „für den Eigentumsübergang erforderliche Unterschriften“.

Mit seinem Vorstoß löste Vorbauer größtes Erstaunen aus. Der städtische Wirtschaftsreferent Horst Müller hatte sich schon am Freitag verwundert gezeigt, da ihm noch keine „offizielle Finanzierungsbestätigung eines Investors“ vorgelegen hatte. Nach Müllers Worten hat zudem der vor einem Jahr geschlossene Kaufvertrag zwischen TKN und den 351 Eigentümern Ende März seine Gültigkeit verloren, doch auch in diesem Punkt ließ Vorbauer bereits durchblicken, dass er anderer Meinung sei.

Auf Eigentümerseite ist nun komplette Sprachlosigkeit eingekehrt. Am Dienstagabend tagte der Steuerungskreis, in dem Vertreter der Eigentümer sowie Wirtschaftsreferent Müller sitzen. Müller wollte am Mittwoch jedoch tunlichst nichts darüber sagen, was bei der Sitzung besprochen oder beschlossen wurde — mit Verweis „auf das schwebende Rechtsverfahren“. Die Hängepartie rund um das Center setzt sich also fort.

 

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