Samstag, 20.04.2019

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Club-Schal geraubt, Zeugen verletzt: Zwei Männer vor Gericht

Schlägerei nach dem Frankenderby beschäftigt das Fürther Amtsgericht - 12.02.2019 06:00 Uhr

Am Abend jenes Derby-Samstags - die Spielvereinigung Greuther Fürth hatte in Nürnberg gewonnen - kam es in der Nähe der Fürther Freiheit und der Diskothek "Frieda" zu den Attacken, die nun den Richter und die Schöffen beschäftigen. Nach den Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft griff die vierköpfige Gruppe gegen 23 Uhr den jungen Mann an, um ihm mit Gewalt den Fanschal des 1. FC Nürnberg wegzunehmen.

Das Opfer sei dabei von einem der beiden Angeklagten über den Boden geschleift worden, bis sich der Schal löste. Der 22-Jährige soll ihn als Trophäe behalten haben.

Ein Augenzeuge, der mit Freunden den Vorfall beobachtet hatte, sprach den Angreifer daraufhin an. "Ganz stark, vier gegen eins", soll er gesagt haben. Daraufhin, so die Anklage, schlug ihm der 22-Jährige mit der Faust ins Gesicht. Mit einem Mittäter brachte er ihn zu Boden und versetzte ihm mindestens einen Fußtritt. Der zweite Angeklagte, ein 25-Jähriger, soll einem weiteren Zeugen mit der Faust aufs Ohr geschlagen haben.

Wie Walter Groß, Direktor des Fürther Amtsgerichts, auf FN-Nachfrage sagte, konnten nicht alle Täter ermittelt werden. Die Frage werde nun sein, ob den beiden, die vor Gericht stehen, die Tat sicher nachgewiesen werden kann. Dafür sind eine Reihe von Zeugen geladen.

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Zum Prozessauftakt bestritt einer der beiden Angeklagten seine Beteiligung; über seinen Verteidiger ließ er erklären, er sei erst später zum Geschehen gestoßen. Der andere machte von seinem Recht Gebrauch, sich nicht zu den Vorwürfen zu äußern. Am Mittwoch geht der Prozess weiter.

An jenem Derby-Samstag sorgte bereits gegen 22.15 Uhr in der Nähe des "Frieda" ein Großeinsatz der Polizei für Aufsehen: Junge Menschen, die die Polizei der Fürther-Ultra-Szene zurechnete, hatten mit Türstehern gestritten und waren dann auf unbeteiligte Menschen losgegangen.

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