Endlich Lockerungen

Corona in Fürth und im Landkreis: Mit den Tests fällt auch eine große Hürde weg

30.5.2021, 19:59 Uhr
„Jamas!“ Eine Lieblingsspeise aussuchen und sich verwöhnen lassen, darauf hat sich dieses Paar viele Wochen lang gefreut. Im Lokal „Der kleine Grieche“ konnten sie nun schlemmen und anstoßen.

„Jamas!“ Eine Lieblingsspeise aussuchen und sich verwöhnen lassen, darauf hat sich dieses Paar viele Wochen lang gefreut. Im Lokal „Der kleine Grieche“ konnten sie nun schlemmen und anstoßen. © Foto: Thomas Scherer

Entscheidend für den nach vielen Monaten des Lockdowns ungewohnt regen Zulauf war, dass Click & Meet jetzt möglich ist – und zwar ohne vorher einen Test zu machen. "Damit ist eine Hürde weggefallen, die manchen letzte Woche noch vom Ausflug in die Stadt abgehalten hat", sagt Verena Tykvart, die städtische Projektbeauftragte für die Digitalisierung des Einzelhandels.

Aber auch die Möglichkeit, wieder Biergärten und Cafés zu besuchen (bei Personen aus einem Hausstand ohne Test, bei Personen aus unterschiedlichen Hausständen mit Test), trägt ihrer Ansicht nach dazu bei, dass wieder Leben im Zentrum einkehrt. Die Erleichterung bei Kunden und Händlern sei groß.

Im Fürther Landkreis geht es seit Sonntag noch etwas lockerer zu, weil hier die Inzidenz stabil unter 50 liegt: Man kann sogar ohne Termin und ohne Test shoppen gehen. Wer einen Biergarten oder den Außenbereich von Gaststätten besucht, muss nicht einmal mehr einen Termin buchen. Selbst wenn Leute von mehr als einem Hausstand zusammenkommen, sind keine Tests erforderlich.


Das ändert sich im Fürther Landkreis


Gefühlt sei sie seit Jahren nicht mehr in einem Restaurant gewesen, berichtete eine Frau gestern beim "Kleinen Griechen" in Zirndorf. "Wir haben zwar auch eine schöne Terrasse. Aber beim Griechen herrscht einfach eine andere Atmosphäre. Diese Geräusche, diese Gerüche, das hat uns sehr gefehlt." Umso mehr freut sie sich, dass das jetzt wieder möglich ist.

Lebendige Fußgängerzone: Viele nutzten das Wochenende, um endlich einmal wieder entspannt durch Fürth zu bummeln und einzukaufen.

Lebendige Fußgängerzone: Viele nutzten das Wochenende, um endlich einmal wieder entspannt durch Fürth zu bummeln und einzukaufen. © Foto: Wolfgang Händel

Ein paar Tische weiter genießt ein Ehepaar seinen Hochzeitstag, die Schwiegereltern sind extra aus Hessen zu Besuch gekommen. "Toll, dass wir diesen Anlass bei einem guten Essen gemeinsam feiern können", sagen die Eheleute. Und auch bei der Belegschaft des "Kleinen Griechen" ist die Stimmung bestens – gerade weil jede Menge zu tun und der Garten des Restaurant gut gefüllt ist.

Nachdem die Freibäder im Landkreis letzte Woche schon aufmachen konnten, spielt nun endlich auch die Sonne mit. Über einen Monat hatte die Belegschaft des Bibertbads in Zirndorf alles auf Hochglanz gebracht, damit sich die Anlage jetzt von ihrer schönsten Seite präsentiert. Bei 23,5 Grad Wassertemperatur konnte denn auch Stammgast Felice Balletta wieder seine Bahnen ziehen – 1500 Meter ist er geschwommen. Das hat er sehr vermisst, gehört er doch zu den Unermüdlichen, die sonst den Sommer über jeden Tag hier schwimmen.

Kaltes Bad und heiße Dusche

Kaum noch aus dem Wasser zu bekommen waren auch Amelia (8 Jahre) und Sam (5 Jahre). "Sie sind extrem glücklich", so ihre Mütter Amy Kindley und Julie Hahmann. Was den Kindern außer schwimmen und tauchen besonders gefällt: dass die Duschen so schön heiß sind. So konnten sie sich – bei frischen Außentemperaturen von 18 Grad – nach dem Baden schön aufwärmen.

Wer in den nächsten Tagen schwimmen gehen möchte, braucht zwar keinen Test zu machen, muss aber telefonisch oder online eine Badezeit reservieren. Es dürfen sich immer nur 80 Personen gleichzeitig in der Anlage aufhalten.